Erstellt am 20. Januar 2016, 04:33

von Bernd Dangl

Legionärsflut beim SV Horn. Bernd Dangl über die neue Einkaufspolitik des SV Horn.

Der Tscheche Milan Bortel ist nach Martin Chren (Tschechien), Tomislav Juric (Kroatien), Radovan Vujanovic (Serbien) sowie dem Japan-Trio Shuichi Gonda, Shota Sakaki und Rintaro Yajima der bereits siebente Ausländer im Kader des Regionalliga-Winterkönigs Horn. Noch mehr könnten demnächst folgen (Stichwort Japaner).

Da kam es ja wie gerufen, dass die Österreichische Bundesliga auf ihrer letzten Konferenz still und leise das jahrelange Credo, dass in der zweithöchsten Spielstufe höchstens drei Legionäre spielen dürfen, ad acta gelegt hat. Ab der Saison 2016/17 müssen daher nur noch zwölf Österreicher am Spielbericht stehen, der Rest darf dann mit Ausländern aufgefüllt werden.

Einerseits distanziert sich die selbst ernannte Ausbildungsliga so weiter von ihren Wurzeln, andererseits war diese Adaptierung in Bezug auf die „richtige erste“ Liga, die Tipico Bundesliga, notwendig geworden. Vor allem deren Absteiger standen unter den gänzlich anderen Bedingungen in der zweiten Stufe immer vor einem totalen Umbruch. Das fällt jetzt weg.

So gesehen kann Horn weiter munter Legionäre holen, ohne bei einem Aufstieg ein gewaltiges Problem zu haben. Ein Problem kriegen höchstens die Youngsters des hauseigenen Nachwuchsleistungszentrums. Denn deren Chancen „nach oben“ zu kommen, sinken mit jedem Legionär mehr.