Erstellt am 13. April 2016, 05:14

von Martin Kalchhauser

Mit den Bürgern in einem Boot. Martin Kalchhauser über den Kampf um die letzten Greißler.

Die Nahversorgung in den kleinen Gemeinden am Land sorgt für Diskussionsstoff: Sollen die Kommunen eingreifen, oder sollen Angebot und Nachfrage den Markt regeln? Wer an Ort und Stelle nachfragt, wird kaum eine andere Antwort als ein klares „Ja“ bekommen.

Die Gemeinden sollen eingreifen, denn die Sicherung der Nahversorgung liegt in ihrem Interesse. Sie ist eine (von vielen) Maßnahmen gegen Abwanderung, vor allem auch eine Vorsorge für die alten, nicht mehr mobilen Bewohner.

Die Bürger sind ebenso in der Pflicht. Der Greißler ist nicht nur für Wurstsemmerl, Lottoschein und Tschick da. Werden die „großen“ Sachen aus der Stadt herangekarrt, kann der Greißler ums Eck nicht leben.

Japons hat vorgesorgt – jetzt wird umgesetzt. Mit etwas Glück findet sich ein innovativer Kleinunternehmer. Zu wünschen wäre es. Denn auch jene, die ihre in den Großmärkten gefüllten Einkaufskisten heute mühelos ins Auto hieven (und mit diesem auch noch fahren) können, werden einmal älter ...