Erstellt am 22. September 2015, 09:51

von Martin Kalchhauser

Polit-Selbstmord statt Neuwahlen. Martin Kalchhauser über den Beschluss, der die SPÖ Röschitz schwer beschädigt.

Das Wort Knalleffekt passt wohl hervorragend zu dem, was der Beschluss der SPÖ, den Gemeinderat zu verlassen, in der Marktgemeinde Röschitz ausgelöst hat. Ebenfalls passend wäre die Bezeichnung „politischer Selbstmord“.

Dass sich die intern uneinigen Genossen selbst aus der Röschitzer Lokalpolitik schossen, ist ein Trauerspiel. Hätten sie statt sechs noch sieben Mandate (wie vor der Wahl im Jänner 2015) gehabt, gäbe es jetzt Neuwahlen.

Hätte die Opposition diese Möglichkeit gehabt, hätte man das Gemeindeparlament gesprengt, und die Bürger der Weinbaugemeinde wären in den nächsten Monaten erneut zu den Urnen gerufen worden. So aber hat sich die Fraktion rund um Georg Platzer selbst pulverisiert.

Die Folgen der Arbeitsverweigerung durch die Oppositionsfraktion sind noch unabsehbar. Sie hat sich damit nicht nur selbst für einen allfälligen Neustart (wohl sicher nicht mehr mit ihrem aktuellen Vorsitzenden Georg Platzer) schwer beschädigt. Sie hat mit ihrem unverständlichen Vorgehen auch dem Ruf der Politik und der Politiker insgesamt einen Bärendienst erwiesen.