Erstellt am 10. Dezember 2015, 04:58

von Martin Kalchhauser

SPÖ muss einen Neustart planen. Martin Kalchhauser über die Krise der Röschitzer Genossen.

Dass Georg Platzer den Vorsitz bei den Röschitzer Genossen zurückgelegt hat, war keine Überraschung. Doch der angekündigte Schritt verfestigte die Krise.

Sie hatte mit der Demission der ersten vier der sechs roten Gemeinderäte im August begonnen und sich mit dem (ersatzlosen) Ausscheiden der verbleibenden zwei weiteren im September fortgesetzt. Jetzt ist die SPÖ Röschitz ohne Chef. Ob Stellvertreter Josef Authried den Karren aus dem Dreck zu ziehen bereit sein wird, darf bezweifelt werden.

Bezirksvorsitzender Josef Wiesinger will sich nun für die Neuaufstellung Zeit lassen. Das lässt sich auch gar nicht vermeiden. Die Reste der zersplitterten SPÖ-Gruppe in der Weinbaugemeinde werden sich kaum mehr zu einer homogenen Truppe formen lassen. Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden ist de facto die Vorbereitung eines völligen Neubeginns.

Wenn es gelingt, wieder ein Team aufzustellen, wird die erste Bewährungsprobe wohl die Gemeinderatswahl 2020 sein. Spätestens dann wird man sehen, ob die Neuaufstellung erfolgreich war.

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