Erstellt am 29. Oktober 2015, 18:52

von Martin Kalchhauser

Künstler Gräff: Enorm „in Übung“. Von seinen 15.000 Zeichnungen kann der Garser Künstler in Horn nur einen Bruchteil präsentieren.

Neben Helmuth Gräffs großformatigen Bildern sind in der Sparkasse derzeit auch zahlreiche Skizzen und Zeichnungen zu sehen. Die Direktoren Franz Kurzreiter (links) und Helmut Scheidl (rechts) freuten sich mit dem Künstler und Eröffnungsredner Minister Wolfgang Brandstetter über die gelungene Vernissage. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser
Neben den großflächigen, für ihn typischen Bildern zeigt der Garser Künstler Helmuth Gräff bei seiner Ausstellung in der Sparkasse Horn auch eine kleine Auswahl seiner Zeichnungen, von denen er zuletzt, unter anderem auf seiner kürzlichen Malreise in Frankreich, 15.000 angefertigt hat.

In einer Liga mit Ernst Fuchs und Peter Klitsch

Entsprechend dem Titel „L‘ OEuvre – Études“ (frei übersetzt: „Das Gesamtwerk – Übungen“) sieht Gräff seine Zeichnungen wie Übungen, die er in der Früh und abends anfertigt und aus denen er große Werke wie seine „Gräfftychons“ entwickelt. Aber auch auf seine Wortschöpfungen (vor allem Gedichte) wurden die Gäste der Vernissage am Donnerstag der Vorwoche aufmerksam gemacht.

Gräff stellt nach 1995 und 2002 nun bereits zum dritten Mal in der Sparkasse Horn aus. Er befinde sich damit in einer Liga mit Kollegen wie Ernst Fuchs und Peter Klitsch, die ebenfalls schon dreimal hier zu Gast waren, wie Vorstandsdirektor Helmut Scheidl bei der Begrüßung betonte. Eröffnungsredner Minister Wolfgang Brandstetter vermutete, dass der Künstler – so wie er auch – seine Energie wohl aus seiner Heimat, dem Waldviertel, beziehe.

Für eine hörenswerte musikalische Begleitung sorgte Opernsänger Oliver Ringelhahn (von Bernadette Elisakases-Tuzar am Piano begleitet), der mit „Nessun Dorma“ (Turandot), „La Donna É Mobile“ (Rigoletto), „O Sole Mio“ und „La Fleur“ (Carmen), aber auch einer Interpretation des Nena-Hits „Liebe ist“ beeindruckte.