Erstellt am 02. Dezember 2015, 03:43

von Thomas Weikertschläger

Löhne: Bezirk Horn bleibt Schlusslicht. „Dienstleistungs-Bezirk“ Horn hinkt im Waldviertel weiter hinterher.

 |  NOEN, Paul Vasarhelyi/shutterstock

Eine leichte Verbesserung legte der Bezirk Horn bei der Entwicklung des Medianeinkommens – liegt genau in der Mitte aller Einkommenswerte – hin. In der Einkommensanalyse 2014 der Arbeiterkammer verbesserte sich Horn gegenüber 2013 um einen Rang auf Rang 20 von 28 untersuchten Bezirken und Statutarstädten des Landes.

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Mit einem Wert von 1.811 Euro liegt Horn aber unter dem nö. (2.014) und dem Bundesschnitt (2.078). Auch waldviertelweit bleibt Horn Schlusslicht, konnte aber den Rückstand auf Spitzenreiter Gmünd (2.103) von 315 auf 292 Euro reduzieren. Mit einem realen Einkommenszuwachs von 2,96 Prozent verdienten die Horner 2014 im Durchschnitt um 81 Euro mehr als 2013.

Einen Grund für das Hinterherhinken des Bezirks sieht AK-Bezirksstellenleiter Robert Fischer in der Entwicklung zum „Dienstleistungs-Bezirk“. Fischer: „Wir haben viele Arbeitsplätze in der Alten- und Krankenpflege und im Handel, aber kaum Betriebe in Branchen mit besserer Entlohnung.“

Eklatant auch die Schere zwischen Frauen- und Männereinkommen. Frauen verdienen in Horn 65,8 Prozent der Männereinkommen. Eine diesbezüglich oft geforderte Umschulung von Frauen auf technische Berufe hält Fischer für Horn nicht für zielführend: „Das nützt mir nicht viel, wenn wir – anders als etwa Gmünd – keine Betriebe haben, in denen technische Berufe gefragt sind.“ Gefragt wäre hingegen der Infrastruktur-Ausbau: „Nur dann siedeln sich Betriebe bei uns an.“