Maiersch

Erstellt am 01. Mai 2017, 06:01

von Rupert Kornell

Schutz vor Hochwasser: Arbeiten vor Abschluss. 635.000 Euro teures Projekt soll künftig Maiersch vor Wasser- und Schlammmassen bei Starkregen schützen.

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„Gut Ding braucht eben Weile“, schmunzelt Bürgermeister Martin Falk, „aber nach acht Jahren haben wir es endlich geschafft, nachdem wir die passenden Gründe gefunden und dank des Verständnisses der 29 Grundeigentümer diese Flächen schließlich auch erwerben konnten.“

Dieses „Ding“ ist der Hochwasserschutz für Maiersch, wo es bei Starkregen immer wieder zu Überschwemmungen gekommen ist.

Auftragsvergabe schon 2009 beschlossen

Der durch den Ort fließende Tobelbach konnte aufgrund seines Einzugsgebietes von fast 100 Hektar im Norden des Ortes – weitere 50 Hektar sind es im Süden, die sind aber von diesem Projekt nicht betroffen – oft die Wasser- und Schlammmassen nicht fassen und trat über die Ufer.

„In Zukunft“, so Falk, „werden jene, die das über 600.000 Euro teure Projekt als zu groß dimensioniert erachtet haben, überzeugt sein, dass die richtige Maßnahme getroffen wurde.“

Schon 2009 wurde auf Initiative einiger Landwirte und des damaligen Ortsvorstehers Friedrich Lenk vom Gemeinderat Gars die Auftragsvergabe für die Planungsarbeiten an einem Wasserrückhalt und Erosionsschutz beschlossen, 2010 wurde das Projekt von Lenks Nachfolger Alfred Gundinger weiter verfolgt und nunmehr zu einem Abschluss geführt.

„Ende 2015 musste noch das Bundesdenkmalamt eingebunden werden, weil man auf Funde aus der Jungsteinzeit gestoßen ist und ein frühmittelalterlicher Siedlungsnachweis festgestellt wurde“, erinnert sich Gundinger an eine zusätzlich zu bewältigende Aufgabe.

Retensionsvolumen beträgt 20.000 m³

Nun können die Wassermengen über einen abgestuften Rückhaltegraben bzw. über drei Retensionsbecken mit einem Gesamtvolumen von 20.000 m³ zurückgehalten und kontrolliert abgeleitet und die Durchflussmengen des Tobelbachs erheblich reduziert werden.

„Durch die entstehenden Wasser- und dauernden Brachflächen ergibt sich eine eklatante Aufwertung von Flora und Fauna“, weist Gundinger auch auf einen besonderen ökologischen Umstand hin.

In den nächsten fünf, sechs Wochen werden die Arbeiten mit der Instandsetzung an den asphaltierten Güterwegen endgültig abgeschlossen.