Erstellt am 22. Juni 2016, 13:45

von Martin Kalchhauser

Maturantinnen-Duo plante Dorfzentrum. Chance auf Verwirklichung? Projekt könnte Basis für weitere Überlegungen für Kleinmeiseldorf sein.

Die Maturantinnen Julia Mayer und Johanna Schuler (Mitte, von links) mit dem Kremser HTL-Direktor Johann Haidl (links) und Roman Stagel, dem Vorstand der Abteilung Hochbau, mit dem preisgekrönten Plan für ein Dorfgemeinschaftshaus in Kleinmeiseldorf. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Mit ihrer Diplomarbeit „Gemeinschaftshaus Kleinmeiseldorf“ holten die beiden Maturantinnen der HTL Krems, Johanna Schuler aus Elsarn im Straßertal und Julia Mayer aus Gerersdorf bei St. Pölten, den mit 3.000 Euro dotierten NÖ Bautechnikpreis.

Wie die Jury begründete, besticht das Projekt „nicht nur mit seiner eleganten Dachform, die sich am Bestand orientiert und in die Umgebung fließend einfügt, sondern auch mit seiner Funktion als Treffpunkt in der Gemeinde. Es trägt maßgeblich zur Erhöhung der Lebensqualität der Bewohner bei.“

„Rückenwind“ für den Ortschef

Das Projekt bedeutet für Bürgermeister Niko Reisel „Rückenwind“. Wie exklusiv berichtet, gibt es ja Überlegungen, im Hauptort der Gemeinde ein Zentrum zu realisieren, das auch einem Nahversorger Platz bietet. Eine HTL-Schülerin habe von der Idee gehört, nachgefragt und im Sommer 2015 das Areal vermessen, berichtet Schuler.

Während diese Kollegin dann ausstieg, kam Mayer an Bord. „Aufgabe war die Planung eines multifunktionalen Saales und eines Jugendraums samt Räumen für einen Nahversorger sowie eines Dorfplatzes“, erklärt Schuler.

Sie war für die Planung des Objektes (Entwicklungs-, Einreich-, Polier- und Detailplan) zuständig und investierte 250 Stunden. Mayer sorgte für die Berechnung (Massenermittlung, Leistungsverzeichnis, Baustelleneinrichtungs- und Planungszeitplan, Kostenschätzung) – rund 180 Stunden!

Fazit: Um rund 1,15 Millionen Euro könnte die Gemeinde das Projekt verwirklichen. Noch diese Woche wird der Plan einer ausgewählten Runde in Meiseldorf präsentiert. Dann will der Bürgermeister auch die Bevölkerung in die Diskussion über die Ortskern-Belebung einbinden.