Erstellt am 25. November 2015, 07:46

von Martin Kalchhauser

Mehr Anreize für Radler sind Ziel. „Braucht Zeit!“ Stadt soll radfahrerfreundlicher werden. Manches geht aber nur sehr langsam …

Alois Burger mit seinem E-Bike. Seit zwei Jahren ist der Breiteneicher Ortsvorsteher – hier bei einem Abstecher nach Maria Dreieichen – auf zwei Rädern unterwegs und hat so bei über 5.000 Kilometern Fahrt schon rund 370 Kilogramm CO eingespart. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Gleich zwei Stadterneuerungsprojekte beschäftigen sich in der Bezirkshauptstadt mit dem Fahrradverkehr. Ziel: Horn soll radfahrerfreundlicher werden. Es geht langsam voran – manchen aber zu langsam.

„Wir tun, was wir können“, erklärt der zuständige Stadtrat Johann Riegler. Aktuell kennzeichne man den Radweg ins EKZ (wegen der Errichtung des Kreisverkehrs beim ÖAMTC), in der Kurzgasse werden bei den Bauarbeiten an Kanal und Wasserleitung Pläne umgesetzt.

Bewährt habe sich der „shared space“ („geteilter Raum“) im Zentrum (Kirchenplatz). „Das muss in die Köpfe hinein, braucht Zeit. Aber es hat keine Unfälle gegeben.“ In der Stadt sei nicht nur die Finanzierung schwierig: „Es gibt auch für bauliche Maßnahmen Grenzen.“

Sichere Wege sollen die Radler motivieren

Nach eigenen Aussagen ist Umweltgemeinderat Wolfgang Welser „begeisterter Radfahrer“ und „oberster Befürworter aller Maßnahmen“. Wichtig sind ihm die Nord-Süd- und die West-Ost-Achse. „Man muss aus den Siedlungen gefahrlos in die Stadt fahren und das EKZ erreichen können“, erklärt er.

Beide diesbezüglichen Projekte seien weit gediehen. „Sichere Wege sollen einen Anreiz zum Radfahren bieten.“ Ab dem Frühjahr wird das Elektro-Leihräder-Kontingent im Museum um zwei auf acht aufgestockt. „Ich bin zufrieden mit dem, was läuft.“

„Es wird etwas gemacht. Jeder Meter Radweg, der dazukommt, ist positiv“, würdigt Grün-Gemeinderat Walter Kogler die Anstrengungen, kann den Verantwortlichen aber auch Kritik nicht ersparen. „Der geplante Radweg in der Kurzgasse endet 350 Meter vor der Volksschule“, ärgert er sich, dass die perfekte Lösung (Einbahnverlängerung) wegen einiger Anrainer nicht durchgezogen wird. „Würden die Kinder mit dem Rad in die Schule fahren, wäre das schon die erste Turnstunde des Tages!“

Als Alternative sieht er zusätzlichen „shared space“: „In der Stadt geht’s ja auch!“ Eine Fehlplanung ortet Kogler auch in Bezug auf den neuen Radweg ins EKZ: „Beide Fahrtrichtungen auf einer Seite der Bundesstraße zu führen, das geht nicht!“

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