Meiseldorf

Erstellt am 06. Juli 2016, 05:55

von Martin Kalchhauser

Realistische Pläne für neues Dorfzentrum. Preisträgerinnen stellten ihre Ideen vor. Jetzt sollen in die Diskussion auch die Bürger eingebunden werden.

In kleinem Rahmen wurde der Entwurf der beiden HTL-Absolventinnen Johanna Schuler (Zweite von links) und Julia Mayer (Zweite von rechts) für ein Gemeinschaftshaus für Kleinmeiseldorf präsentiert: Gemeinderat Josef Neunteufl, Bürgermeister Niko Reisel, Vizebürgermeister Erich Nendwich und Gemeinderat Gerhard Hager (von links) zeigten sich von den Ideen und dem funktionellen Bau angetan. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN

Mit dem Ziel, im Hauptort der Gemeinde, in Kleinmeiseldorf, ein Dorfgemeinschaftshaus zu realisieren, ist Bürgermeister Niko Reisel 2015 zur Wahl angetreten. Dass die Gemeinde jetzt einen wichtigen Schritt weiter sein könnte, hat man zwei Absolventinnen der HTL für Hochbau in Krems, Johanna Schuler und Julia Mayer, zu verdanken. Sie haben mit ihrem Projekt auch schon den NÖ Bautechnikpreis gewonne (

).

Die beiden, die mittlerweile ihre Reifeprüfung abgelegt haben, schufen im Rahmen ihrer Diplomarbeit ein multifunktionales Gebäude samt zentralem Festplatz, für welches in der Dorfmitte (neben dem FF-Haus) Platz wäre. Ein Grund mit 1.335,37 m Fläche steht zur Verfügung. Schuler und Mayer schlagen vor, dort ein Gebäude mit einem Veranstaltungssaal samt öffentlichem WC, einem Jugendraum und einem Nahversorger zu errichten.

Gut durchdachtes Projekt fand Gefallen

Leider folgte nur eine Handvoll Gemeinderäte einer nachmittäglichen Einladung Reisels zur Vorstellung der Ideen der jungen Bautechnikerinnen. Mit Hilfe von Visualisierungen zeigten sie Ideen von einem vielseitig nutzbaren Saal (150 m ), einem repräsentativen Dorfplatz und überraschten bei Details, etwa der Feuermauer, die Platz für ein Logo (Name des Hauses) bieten würde.

Ein Durchgang nach hinten, wo auch die Anlieferung der Waren des Nahversorgers erfolgen könnte, ist ebenso vorgesehen wie eine Küche als Zentrum für das Catering bei Veranstaltungen.

682 m Fläche würden die beiden verbauen, rund 1,15 Millionen könnte das Projekt nach dem derzeitigen Stand kosten.

„Wir wollen mit diesen Ideen in einen Partizipationsprozess im Rahmen der Dorferneuerung einsteigen“, kündigte Bürgermeister Reisel weitere Schritt in Richtung Realisierung an. Dass ein benachbarter Landwirt in die Nahwärmeproduktion einsteigen und das Kerngebiet des Dorfes versorgen will, könnte auch für das Projekt die Nutzung dieser Hackschnitzelheizung ermöglichen.