Erstellt am 08. Mai 2016, 05:34

von Martin Kalchhauser

Mobiles Hospiz: Werbeaktion geplant. 20 Ehrenamtliche leisteten 2.972 Stunden Hilfe. Mobiles Hospiz im Bezirk Horn braucht Helfer und Unterstützer.

Seine Jahreshauptversammlung hielt der Verein Mobiles Hospiz im Bezirk Horn im Sparkassensaal ab: Gastgeber Helmut Scheidl, Referentin Angelina Falkner, Obfrau Roswitha Helwig, Koordinatorin Christine Zeiner und Kassier Walter Schmidt, der seinen ersten Bericht in dieser Funktion vorlegte (von links). Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Ich habe große Ehrfurcht vor Menschen, die sich ehrenamtlich in den Dienst einer so wichtigen Sache stellen.“ Großes Lob für die Helfer des Vereins Mobiles Hospiz im Bezirk Horn kam von Sparkassen-Direktor Helmut Scheidl, dessen Institut den Saal für die Jahreshauptversammlung zur Verfügung stellte.

„Wir brauchen eine Werbeaktion für mehr Gesinnungsfreunde“, betonte Obfrau Roswitha Helwig. Derzeit seien knapp 20 Ehrenamtliche im Einsatz, rund 50 zahlende Unterstützer (auf dem Papier sind es 72) halten den Betrieb am Laufen. „Mundpropaganda und das Weitererzählen positiver Erfahrungen“, sind für Helwig wichtig, um Neue dazuzugewinnen.

Zeiner als „Motor, Kraft, Herz und Seele“

Der im Vorjahr gewählte Kassier Walter Schmidt legte seinen ersten Bericht über Umsätze von rund 60.000 Euro, wobei die Förderung des Landes in Höhe von 26.625 Euro (rund 60 %) den Löwenanteil der Einnahmen ausmacht. Wichtig sind für den Verein aber auch Spenden (4.000 Euro im Jahr 2015) und Einnahmen aus Veranstaltungen wie Benefizabend oder Punschstand.

Am Ende blieb im Vorjahr ein Überschuss von 3.000 Euro in der Kasse des Vereins. Die Entlastung war nach Prüfung der Bücher durch die Bankdirektoren Scheidl und Walter Pannagl (Volksbank) eine Formsache.

Einen imposanten Bericht legte die Hospizkoordinatorin Christine Zeiner (Helwig: „Sie ist Motor, Kraft, Herz und Seele des Vereins!“) ab. 2.972 Stunden wurden in der Trauer- und Angehörigenbegleitung ehrenamtlich geleistet. Das entspricht einer Steigerung um 700 Stunden gegenüber 2014!

Kompetent informierte Angelina Falkner, Sozialarbeiterin im Horner Klinikum, in ihrem Referat über Familienhospiz- und Pflegekarenz.


Mobiles Hospiz im Bezirk Horn 2015

Geleistete Arbeitsstunden: 2.972 Stunden Trauer- und Angehörigenbegleitung (+700 Stunden gegenüber 2014!); 74 Begleitungen – 50 Klienten verstorben, zwei entlassen, 22 weiter in Betreuung; 7.934 Kilometer zurückgelegt

Team & Mitglieder: aktuell 17 Hospizbegleiterinnen (zwei neue Mitarbeiter nach entsprechendem Kurs); 72 unterstützende Mitglieder (knapp 50 davon zahlen)

Patienten-Struktur: 74 Begleitungen – 28 Männer, 46 Frauen; Durchschnittsalter: Männer 70, Frauen 75; betreut wurden 14 Personen zu Hause, 18 in den Pflegeheimen Horn und Eggenburg, 30 im stationären Hospiz Horn, weiters zwölf Trauerbegleitungen