Erstellt am 09. März 2016, 03:44

von René Denk

Muss jetzt Horn um Abteilung zittern?. Waidhofener Initiative vorsichtig optimistisch. Horn ins Spiel gebracht.

Ein Treffen mit Landeshauptmann Erwin Pröll und der Bürgerinitiative „Pro Gyn“ fand im Palais Niederösterreich in Wien statt. Im Bild: Bürgermeister Robert Altschach, Landeshauptmann Erwin Pröll, Gynäkologe Volker Korbei, Petra Kapinus und Christine Pröstling mit den 16.114 Unterschriften, die für den Fortbestand der Abteilung in Waidhofen an der Thaya gesammelt worden waren und nun übergeben wurden. Foto: NLK/Ernst Reinberger  |  NOEN, ERNST REINBERGER
Der Wunsch war schon lange da, jetzt wurde er ermöglicht: Die Bürgerinitiative „Pro Gyn“, die für die Erhaltung der von der Schließung bedrohten Gynäkologie- und Geburtshilfestation im Landesklinikum Waldviertel Waidhofen kämpft, traf sich am 3. März mit Landeshauptmann Erwin Pröll.

„Der Landeshauptmann war erstaunt“

Über ein sehr konstruktives Gespräch, das rund eineinhalb Stunden dauerte, berichtet Waidhofens Bürgermeister Robert Altschach. „Er hat sich die Sorgen und Nöte angehört und hat versprochen, dass er einige Dinge nochmals extern prüfen lassen wird“, so Altschach im NÖN-Gespräch. Er hat nun wieder etwas Hoffnung, dass die Gynäkologie erhalten bleibt.

Vor allem wurden zwei Punkte angesprochen: Man spreche von einer Qualitätsverbesserung im Waldviertel, da Zwettl eine Neonatologie hat. Horn hat diese aber auch nicht – bei fast gleichen Geburtenzahlen. Würde man Horn anstelle von Waidhofen schließen, wären so eklatant weite Distanzen zur nächsten Gynäkologie nicht gegeben, lautet ein Argument der Bürgerinitiative, das Pröll unter die Lupe nehmen wird.

Zweitens meinten die Vertreterinnen der Bürgerinitiative, dass die Kapazitäten in Zwettl zu „Stoßzeiten“ nicht ausreichen würden. Es wurde berichtet, dass schwangere Frauen auch sogar schon am Gang gelegen seien.

„Landeshauptmann Pröll war erstaunt, dass die Kapazitäten gar nicht vorhanden sind. Dies dürfte bis jetzt nicht zu ihm gedrungen sein. Wenn die Schließung Waidhofens nicht nachvollziehbar ist, wird er das stoppen“, sagt Altschach. Sollte es bessere Argumente für die Gyn Waidhofen als für Horn geben, könnte man hier sogar tauschen. In den nächsten 14 Tagen soll es eine Antwort geben.