Erstellt am 15. Oktober 2015, 05:07

von Rupert Kornell

Neue App „Hope Austria“ soll Flüchtlingen helfen. Der Maierscher Philipp Weisskopf hat mit Kollegen eine Gratis-App entwickelt, die Asyl-Suchende unterstützt.

Philipp Weisskopf (rechts) und Wolfgang Renz haben mit David Hess (nicht im Bild) eine App (siehe Screenshot im Artikel) entwickelt, die Flüchtlingen helfen soll, sich in Österreich zurecht zu finden. Foto: Phow solutions  |  NOEN, Phow solutions
„Es war zweifellos eine sehr aufwendige Arbeit, aber ich finde, sie hat sich gelohnt“, freut sich der gebürtige Maierscher Philipp Weisskopf, dass ihm zusammen mit seinen Partnern Wolfgang Renz aus St. Pölten und David Hess aus Hollabrunn, die gemeinsam die Software-Firma „Phow solutions“ in Wien betreiben, mit einer Flüchtlings-App etwas ebenso Einmaliges wie Besonderes gelungen ist.

Unter „Hope Austria“ entwickelten sie in – unbezahlter – Arbeit eine kostenlose Android-App, die Flüchtlingen helfen soll, sich in Österreich zurechtzufinden. Sie steht seit 5. Oktober gratis im Google-Store (play.google.com/store/apps/details?id=com.phow.solutions. hope) zum Download bereit.

Den Anstoß dazu hat Renz gegeben, der täglich am Wiener Hauptbahnhof die Massen an Flüchtlingen und ihre teilweise – verständliche – Orientierungslosigkeit mitbekommen hat und seine Kollegen überzeugt hat, dass man „da etwas tun, ihnen Infos zukommen lassen müsse“.

Fülle von Informationen für die Flüchtlinge

„Mir ist aufgefallen, dass nahezu jeder ein Handy besitzt, also alle mit Informationen über diese Schiene erreicht werden können“, so Renz im NÖN-Gespräch.

Und von diesen Informationen gibt es eine ganze Menge: Die wichtigsten Anlaufstellen in allen Bundesländern mit Telefonnummern und Mail-Adressen (Weisskopf: „Das war die schwierigste Aufgabe, alle diesbezüglichen Anlaufstellen ausfindig zu machen.“), direktes Routing zu den Erstversorgungs- und Anlaufstellen, aktuelle Zugzeiten, nützliche Hinweise für den Alltag und Informationen über unser Land und seine Kultur. Und, ganz wichtig, ein Live-Newsticker, der regelmäßig gepflegt wird.

„Wir wollen mit dieser App ein Zeichen setzen, dass sich auch die IT-Branche aktiv mit diesem Thema auseinandersetzt, weil es notwendig ist, gemeinsam all jenen zu helfen, die unsere Unterstützung so dringend benötigen“, erklärt das Trio zu „Hope Austria“.

Damit geben sie sich aber nicht zufrieden, denn laufend suchen sie nach Tipps und Verbesserungsmöglichkeiten, neuen Features und Übersetzern, um gemeinsam auf freiwilliger Basis eine neue Form der Hilfestellung zu leisten.