Erstellt am 25. Februar 2016, 05:39

von Eduard Reininger

Neuer Look für Windpark: „Weniger Räder, mehr Energie“. EVN plant, ihre sieben Windräder im Windpark Japons durch vier moderne Räder zu ersetzen. Ab 2020 sollen 10.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Auf Initiative von Gottfried Jelinek von der EVN und Bürgermeister Hermann Gruber konnten sich neben zahlreichen Interessenten auch Roswitha und Anton Resel (von links) über den »Windpark neu« informieren.  |  NOEN, Eduard Reininger
Die EVN plant eine Modernisierung des Windparks Japons. Im Windpark betreibt die EVN derzeit sieben der acht Windräder, eines befindet sich in privater Hand. Die EVN will ihre sieben Räder durch vier modernere Windräder unter dem Motto „weniger Windräder, mehr Energie“ ersetzen.

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Bei Infoveranstaltungen in den Gemeinden Irnfritz und Japons wurde die Bevölkerung über die Pläne informiert. Dabei begründete EVN-Naturkraft-Geschäftsführer Georg Waldner die Pläne so: „Durch dieses Repowering wäre es möglich, mit etwas mehr als der Hälfte der Windräder beinahe doppelt so viel Strom zu produzieren.“

Während die Räder bisher jährlich 21 GWh Strom für 6.000 Haushalte produzierten, sollen die vier Räder nach der Erneuerung 34 GWh Strom für 10.000 Haushalte schaffen. Die geplanten Windräder haben eine Nabenhöhe von 149 Metern und einen Rotor-Durchmesser von 126 Metern.

Die bisherigen sind 100 Meter hoch und haben einen Rotor-Durchmesser von 80 Metern. Mit den größeren Rotoren soll der vorhandene Wind besser genutzt werden können.

In Japons nahmen am 17. Februar rund 50 Personen an der Info-Veranstaltung teil. Die Diskussionen mit den EVN-Mitarbeitern fielen dabei rege aus. Bürgermeister Karl Braunsteiner sieht im Projekt einen Vorteil für die Region: „Wir hätten mit dem Modernisierungskonzept weniger Windräder und damit auch weniger Beeinträchtigungen für Menschen, Tier und Umwelt.“

Modernisierungspläne noch 2016 eingereicht

Windkraftgegner meldeten hingegen Bedenken gegen die angegebenen Werte der „eingesparten“ CO2 Werte an und befürchten durch die Größe der Windräder eine verstärkte Lärm- und Infraschallbelästigung.

In Irnfritz, auf dessen Gemeindegebiet derzeit zwei Räder stehen, die durch ein neues ersetzt werden sollen, waren knapp 50 Personen gekommen.

Bürgermeister Hermann Gruber wies dabei auf den Weltklimagipfel hin: „Gerade haben über 190 Staaten in Paris ein weltweites Klimaschutzabkommen beschlossen. Nun geht es darum, dass wir Taten folgen lassen. Ich bin froh, dass wir hier in unserer Region unseren Beitrag dazu leisten können.“

Die Pläne sollen noch 2016 zum Genehmigungsverfahren eingereicht werden. Eine positive Beurteilung und entsprechende wirtschaftliche Rahmenbedingungen vorausgesetzt, könnte in den Jahren 2019/2020 mit Abbau der Altanlagen und dem Neubau des Windparks begonnen werden.