Erstellt am 13. März 2016, 05:04

von Rupert Kornell

ÖBB fährt auf Oper ab. Intendant Johannes Wildner mit Delegation bei ÖBB-Chef Christian Kern, der seine Unterstützung für die Garser Oper zusagte.

Als wahrer Opernfan und -kenner outete sich Christian Kern (Zweiter von links), der Vorstandsvorsitzende der ÖBB-Holding-AG, als ihn Burg Gars-Geschäftsführer Rudolf Berger (links), Opernintendant Johannes Wildner (rechts) und Gemeinderat Gerald Steindl, der den Besuch der Garser eingefädelt hatte, besuchten. Foto: privat  |  NOEN, privat

„Es war ein sensationeller Kontakt, eine ganz tolle Begegnung“, schwärmte noch Tage danach Johannes Wildner, Intendant der Oper Burg Gars, vom Besuch bei ÖBB-Generaldirektor Christian Kern in dessen Büro mit fantastischem Blick über die Bundeshauptstadt. Aber nicht diesem Blick galt die Visite, sondern der Werbung für die „Otello“-Vorstellungen auf der Garser Burg.

ÖBB-Boss als „überaus versierter Opernkenner“

Eingefädelt hatte den Besuch der für die Burg zuständige Gemeinderat und ÖBB-Bedienstete Gerald Steindl, der neben Wildner auch Burg Gars-Geschäftsführer Rudolf Berger zur Seite hatte, als man dem ÖBB-Chef Gars und die heurige Produktion näherbrachte.

„Dabei erwies sich Kern als überaus versierter Opernkenner, mit dem man – auch über ,Otello‘ – hervorragend diskutieren konnte“, so Wildner. „Dabei hat er glaubhaft versichert, dass er sich bemühen werde, zur Premiere am 15. Juli zu kommen.“ Damit nicht genug: In der Mitarbeiterzeitung, die an rund 40.000 ÖBB-Bedienstete in ganz Österreich geht, wird intensiv (und zum Nulltarif) für die Oper geworben.

Eine Zusage konnte der ÖBB-Chef aber (noch) nicht geben, nämlich dass es einen speziellen Shuttle-Bus der ÖBB von Wien zur Garser Oper und zur Nachtzeit wieder zurück geben wird. Wildner: „Das bleibt vorläufig noch ein Traum von mir …“