Pernegg

Erstellt am 22. Oktober 2016, 04:47

von Thomas Weikertschläger

Angusrinder als neue Attraktion in Gallien. In Erlebniswelt von Bruno und Moni Toifl sollen künftig Angusrinder nicht nur Fleisch liefern, sondern auch beruhigend auf Gäste und Spaziergänger wirken.

Noch fotoscheu sind die neuen Angusrinder, die Bruno, Manu und Moni Toifl seit wenigen Tagen auf zwei weitläufigen Weiden in Gallien betreuen.  |  Thomas Weikertschläger

Mit einer neuen Attraktion wartet die Erlebniswelt Gallien von Bruno und Moni Toifl seit einigen Tagen auf. Auf zwei weitläufigen Weiden grasen elf Angusrinder, die Toifl aus einem Bio-Betrieb zugekauft hat.

Neben fünf Kühen und fünf Ochsen soll Zuchtstier „Bruno“ für den Nachwuchs sorgen – und das tut er bisher mit Erfolg, denn: „Alle fünf Kühe sind schon trächtig“, lobt Toifl seinen „Namensvetter“.

Noch vor dem Winter errichten Bruno, Manu und Moni Toifl für die elf Angusrinder einen insgesamt 700 m2 großen Stall. Foto: Thomas Weikertschläger  |  Thomas Weikertschläger

Toifl will nicht nur das Fleisch der Tiere (erste Kostproben gibt es beim Abfischfest am 22. und 23. Oktober) verkaufen und auch in seinem Lokal anbieten, die Tiere sollen auch die Gäste der Erlebniswelt erfreuen. Denn die gemütlichen Tiere sollen dazu einladen, auf eigens errichteten Sitzbänken Pausen einzulegen und die Tiere zu beobachten.

Toifl: „Sie haben eine ungemein beruhigende Wirkung. Es tut gerade in unserer stressigen Zeit gut, die Tiere in ihrer Langsamkeit zu beobachten.“

700 m2 großer Stall soll als „Kuh-Hotel“ dienen

Toifl schaut aber auch darauf, dass sich nicht nur seine Gäste, sondern die Tiere selbst besonders wohlfühlen. Neben zwei riesigen Weiden, die die Tiere derzeit abgrasen, soll ab dem Winter auch ein riesiger Stall für den Komfort der Tiere sorgen. „Das wird ein richtiges Kuh-Hotel“, schwärmt Toifl. Inklusive Nebenräumen (Lagerplatz für Futter, einer „Kinderecke“, in der die Muttertiere kalben können, und einer Tränke) wird der Stall 700 m2 groß sein.

Errichtet wird der Stall großteils in Eigenregie, auch das dafür notwendige Holz kommt aus den eigenen Wäldern der Umgebung. Derzeit sind erste Mauern errichtet, fertig werden soll der Stall je nach Witterung noch vor dem Dezember. Bei Spaziergängen durch die Erlebniswelt könne man sich künftig von der Qualität der Unterbringung überzeugen.

Gefüttert werden die von Natur aus hornlosen Tiere mit Wiesengras, Heu und Klee aus dem eigenen Betrieb. Auf Kraftfutter verzichtet Toifl, denn: „Wir wollen nur Fleisch mit hoher Qualität produzieren.“ Dabei sei es egal, ob die Tiere ein paar Wochen früher geschlachtet werden können oder nicht, ihm sei die Qualität seines landwirtschaftlichen Produktes wichtiger, so Toifl.