Erstellt am 13. Januar 2016, 04:33

von Martin Kalchhauser

Pfarr-Team für Breiteneich gesucht. Pater Albert hofft, dass mehrere Personen Aufgaben des ausgeschiedenen Breiteneicher Pfarrgemeinderats übernehmen. Er lädt zur Dorfversammlung.

Pfarrer P. Albert Groiß vor der Breiteneicher Kapelle: Optimistisch, »dass wir Leute finden werden«. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Auf neue Beine stellen muss die Pfarre Horn die Betreuung der Gläubigen in Breiteneich und der dortigen Kapelle. Man hofft, zur Nachfolge des ausgeschiedenen Pfarrgemeinderats ein Team zu finden.

„Wir wollen dort beraten und diskutieren“

„Als Pfarrer danke ich Wolfgang Strondl, der seine vielfältigen Dienste als Vertreter Breiteneichs im Pfarrgemeinderat aus persönlichen Gründen zurücklegen musste“, heißt es in einem Flugblatt, mit dem Pfarrer Pater Albert Groiß für den Freitag, 22.1., 19 Uhr, zu einer „Pfarrlichen Dorfversammlung“ im Anschluss an die monatliche Messe in der Kapelle ins Dorfstüberl einlädt.

Weiters heißt es: „Wir wollen dort beraten und diskutieren, wer in Zukunft Breiteneich im Pfarrgemeinderat vertreten soll und wie man die verschiedenen pfarrlichen Agenden im Ort ,auf mehrere Schultern‘ verteilen könnte.“

Pater bei Aufteilung der Arbeiten optimistisch

Auf Anfrage der NÖN meint Pater Albert, dass es viele Tätigkeiten gebe, die früher von Hermine Amon, danach von Wolfgang Strondl zur vollen Zufriedenheit erledigt worden seien. „Aber es sind viele Aufgaben, die von der Organisation von Bittgang und Florianimesse über den Mesnerdienst und die Caritassammlung bis zur Buchhaltung für die Kapelle reichen. Das braucht nicht unbedingt alles der einzige Vertreter Breiteneichs in der Pfarrgemeinde machen.“

Bei entsprechender Aufteilung der Arbeiten werde es gelingen, jemanden zu finden. „Es wurden mir schon Namen genannt, und ich glaube, dass wir bei der Versammlung und danach Leute finden werden.“

In gewisser Weise könnte Breiteneich sogar Vorbildwirkung für andere Orte haben, wo die Situation ähnlich ist. So gibt es auch in Mühlfeld und Rosenburg einzelne Pfarrmitglieder, die die Hauptlast der Arbeit dort zu tragen hätten. Groiß: „Vielleicht gelingt es uns ja sogar, in Breiteneich da exemplarisch etwas zusammenzubringen!“


Pater Paul Nejman fehlt

Mehr Arbeit | Vor allem vor Weihnachten war Abgang des langjährigen Kaplans zu spüren.

HORN | Seit dem Abgang des langjährigen Kaplans, des Piaristenpaters Paul Nejman, nach Wien, ist die Arbeit im Pfarrteam deutlich mehr geworden.

Wie berichtet, hatte Pater Paul Ende November Horn verlassen und eine Pfarre in Wien übernommen. Eine personelle Aufstockung zum Ausgleich dafür war in Horn nicht vorgesehen.

„Vor 30 Jahren hat es in Horn zwölf Priester gegeben“, erinnert Pfarrer Pater Albert Groiß an Zeiten, als im Canisiusheim drei, bei den Piaristen zwei Priester tätig waren und weitere Geistliche im Lilienfelderheim und im Zwettlerheim wirkten. „Drei Altenburger Benediktiner waren damals ständig im Pfarrhof“, so Pater Albert.

An seiner Seite sind die Diakone Heinz Meyer (Stephansheim-Betreuung, Taufen) sowie Heribert Riegler (Begräbnisse, Taufen) in der Horner Pfarre, die eine der größten der Diözese St. Pölten ist. Unterstützung kommt aber auch von den Pastoralassistenten Maria Zwölfer, Walter Frühwirth und Barbara Kraus (alle nur Teilzeit) sowie Theresa Lang und Markus Ferstl (Vollzeit).

„Messen und Krankensalbungen, die nur Priester machen dürfen, bleiben halt alle mir“, erklärt P. Albert. „Im Spital und im Stephansheim geht mir Paul am meisten ab.“