Erstellt am 19. Juni 2016, 06:00

von Thomas Weikertschläger

Platz für Kinderrechte: Horn als Vorreiter. Der weltweit erst zweite Platz seiner Art im Horner Stadtpark soll Impulse für die Wahrung von Kinderrechten liefern.

Gemeinsam mit einigen Kindern der Volksschule Horn enthüllten Stephan Werner, Familienministerin Sophie Karmasin, Kulturstadtrat Martin Seidl, Kinderrechtsaktivist Otmar Mittermayer, Festival-Gründer Stephan Rabl und Bürgermeister Jürgen Maier die Tafel am »Platz der Kinderrechte« im Horner Stadtpark. Fotos: Weikertschläger  |  NOEN, Weikertschläger
Das Festival „szene bunte wähne“ und die Stadtgemeinde Horn setzten gemeinsam ein Zeichen: Ein Platz im Stadtpark Horn wurde in „Platz der Kinderrechte“ umbenannt und im Rahmen einer feinen Feier am 10. Juni eingeweiht.

Nach einem Platz in Wien ist der Horner Platz der zweite seiner Art weltweit – und soll auch zum Vorzeigeprojekt für weitere Städte in Österreich und auch europaweit werden.

Doppeldeutigkeit des Wortes „Platz“

Die Idee dazu stammte von Festival-Gründer Stephan Rabl. Er begründete das Projekt so: „Auch Kunst ist ein Kinderrecht. Gerade mit Kunst kann man Impulse für die Wahrung von Kinderrechten setzen.“ Gemeinsam mit dem Kinderrechtsaktivisten Otmar Mittermayer und der Stadtgemeinde Horn wurde der Plan umgesetzt.

Künftig soll der Platz mit Veranstaltungen zum Thema – und so mit Leben – erfüllt werden. Einen Vorgeschmack lieferten dabei Schüler der Horner Schulen, die neben der Musik- und Tanzgruppe IYASA aus Simbabwe den Festakt musikalisch gestalteten.

Mittermayer wies auch auf die Doppeldeutigkeit des Wortes „Platz“ hin: „Ein Platz für Kinderrechte darf nicht nur ein Ort sein. Es muss in allen Bereichen ,Platz‘ für Kinderrechte sein.“ So hofft Rabl künftig auf hier stattfindende Aufführungen, zu denen die Ideen von Kindern kommen, denn Mitbestimmung sei ebenfalls ein Kinderrecht.

Karmasin: „Österreich hat Vorreiter-Rolle“

Für Bürgermeister Jürgen Maier soll der Platz unweit des Hauses Helina ein Zeichen für den weltweiten Kampf für Kinderrechte sein: „Bei uns sind die Kinderrechte gut ausgeprägt. Aber im Haus Helina wohnen Menschen aus Ländern, wo das nicht so ist. Wenn man weiß, was viele dieser Kinder in ihrem Leben schon erlebt haben, dann sollte man einen Beitrag zur Stärkung der Kinderrechte leisten.“

Familienministerin Sophie Karmasin wies auf die Vorreiterrolle Österreichs beim Thema Kinderrechte hin. Während in Österreich jedes Kind das „Recht auf gewaltfreie Erziehung“ habe, lebten weltweit 1,1 Milliarden Kinder, die täglich von Gewalt bedroht seien.