Erstellt am 05. April 2017, 03:36

von Walter Fahrnberger

NÖ Landesausstellung: Eröffnung soll Zukunft verändern. 1.200 Gäste beim imposanten Auftakt zur diesjährigen Landesschau „Alles was Recht ist“ im Schloss Pöggstall. Hoffnung liegt auf Nachhaltigkeit.

Die Politprominenz um Nationalratsabgeordneten Georg Strasser, Minister Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner, Landtagsabgeordneten Karl Moser, Landeshauptmann Erwin Pröll und Landtagspräsident Gerhard Karner beim Rundgang mit Kuratorin Elisabeth Vavra.  |  NLK/Johann Pfeiffer

Nach drei Jahren Vorbereitungszeit war es am Freitag endlich so weit: Die NÖ Landesausstellung unter dem Titel „Alles was Recht ist“ wurde im Schloss Pöggstall feierlich eröffnet.

Eröffnet! Geschäftsführer Guido Wirth, Sissy Pröll, Landeshauptmann Erwin Pröll und Pöggstalls Bürgermeisterin Margit Straßhofer schnitten gemeinsam symbolisch das Band durch. Foto: NLK/Johann Pfeiffer  |  NOEN

Nicht weniger als 1.200 Besucher kamen zu dem Festakt. An der Spitze der Polit-Prominenz standen Landeshauptmann Erwin Pröll bei einem seiner letzten offiziellen Auftritte sowie Innenminister Wolfgang Sobotka und Justizminister Wolfgang Brandstetter.

„Kulturjuwel ist jetzt näher bei Menschen“

Sie sahen die Pöggstaller Bürgermeisterin Margit Straßhofer, die mit der Frühlingssonne um die Wette strahlte. „Das Schloss war im Dornröschenschlaf, nachdem es die Gemeinde 1986 gekauft hat. Jetzt ist das Kulturjuwel mitten im Ort näher zu den Menschen gekommen“, stellte Straßhofer fest. Ihr Dank galt dabei vor allem Landeshauptmann Pröll. Der eröffnete in Pöggstall seine 14. und letzte Landesausstellung.

„Zur Routine wird das aber nie. Es ist jedes Mal ein besonderer Moment“, betonte Pröll, der die Landesausstellungen stets als Visitenkarte für die kulturpolitische Landschaft sieht. Man verknüpfe damit kulturpolitische mit regionalpolitischen Zielen. Wo Recht ist, seien auch Pflichten. „Es braucht auch einen neuen Mut, den anderen Recht zu geben. Es geht darum, dass die Menschen zueinanderfinden.“

„Ich habe den Wunsch, dass die Landesausstellung länger dauert als die sechs Monate, die sie geöffnet ist. Sie soll weiter in die Zukunft reichen.“Landeshauptmann Erwin Pröll

Mit der Ausstellung soll auch die wunderschöne Region in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden. Und das über die Grenzen des Landes hinaus.

Dafür sorgen die 30 Kulturvermittler, die auf die Besonderheiten des Ausstellungsortes und der umliegenden Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam machen. Sie laden zur Landschaftstour „Auf den zweiten Blick“. Denn laut Straßhofer gebe es viele Gründe, danach wieder in die Region zu kommen. Dafür wollen auch die 85 Regionspartnerbetriebe in den 23 Partnergemeinden sorgen.

Sie alle haben sich bestmöglich auf die Touristenströme vorbereitet. Dafür wurden in die Region „Südliches Waldviertel“ 23 Millionen Euro investiert. So erstrahlt etwa die Ysperklamm in neuem Glanz, das Schloss Artstetten rüstet sich mit seiner Sonderausstellung und das Truckerhaus empfängt seine Besucher in Gutenbrunn.

Nachhaltig wird auch das um neun Millionen Euro renovierte Schloss Pöggstall genutzt. So kann man ab 2018 in einer Hochzeitssuite im Schloss heiraten. Auch die Sonderausstellung „Schloss Pöggstall – zwischen Region und Kaiserhof“ im Rondell bleibt bestehen. Zudem übersiedelt das Gemeindeamt nach der Landesschau in das nun barrierefreie Schloss.

Umfrage beendet

  • Besuchst du die Landesausstellung?