Eggenburg

Erstellt am 20. Oktober 2016, 05:11

von Thomas Weikertschläger

Neue Attraktion in Eggenburgs Museum. Mit Ausstellung von Römerzeit bis Mittelalter schließt das Krahuletzmuseum Neuaufstellung ab.

Stolz auf das neue Modell der Burg Gars, das in der neuen Ausstellung „Römer – Germanen – Mittelalter“ im Eggenburger Krahuletzmuseum zu sehen sein wird, sind Martin Schober, Andreas Zeugswetter, Konrad Bruchner, Michael Hammerl und Obmann Gerhard Dafert (von links).  |  NOEN, Willi Brem

Mit der Eröffnung der neuen Ausstellung „Römer – Germanen – Mittelalter“, zu der am 22. Oktober auch Landesrat Karl Wilfing kommen wird, kann das Krahuletzmuseum in Eggenburg die Neuaufstellung des archäologischen Teils des Museums, das von der Entwicklung der Menschheit über die Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis zum Mittelalter reicht, abschließen. Neben dem archäologischen Teil bietet das Museum auch eine Schau zur Erdgeschichte und zur Völkerkunde.

Nachdem schon 2010 zwei der Jungsteinzeit gewidmete Räume erneuert worden waren, war es das vorrangige Ziel des neuen Vorstandes rund um Obmann Gerhard Dafert, der seit 2013 im Amt ist, die in die Jahre gekommene Ausstellung auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. 2014 wurde der Teil über die Bronzezeit, 2015 jener über die Eisenzeit und im Frühjahr 2016 jener über das Städtewesen im Mittelalter erneuert.

„Die Neuaufstellung des Museums ist ein sichtbarer Leistungsnachweis dafür, was in dieser Vorstandsperiode geleistet wurde.“

Gerhard Dafert, Obmann der Krahuletz-Gesellschaft

Der neue Teil der Schau, der die Zeit von den Römern bis ins Mittelalter abdeckt, wartet mit einigen Prunkstücken auf, erzählt Dafert. So ist etwa jenes aus Mödring stammende germanische Zaumzeug zu sehen, das sich schon länger im Besitz des Museums befindet. Ein Schwerpunkt ist der Burg Sachsendorf gewidmet, die im Hochmittelalter zerstört bzw. verlassen wurde und nun eine Ruine ist.

Auch ein prunkvolles Trinkgefäß, der „Löwenbecher“, der einem adeligen Besitzer gehört haben dürfte, ist in der neuen Ausstellung zu sehen. Neben einer Lanzenspitze, die aus der Zeit von Mathias Corvinius (15. Jahrhundert) stammt, stellt ein Modell der Burg Gars, das die Burg in ihrem frühmittelalterlichen Zustand zeigt, den Höhepunkt der neuen Schau dar. Gebaut wurde das Modell von den beiden Museums-Mitarbeitern Franz Pieler und Michael Hammerl.

Museum will „offenes Haus für alle“ sein

Damit kann die Neuaufstellung des Museums zwei Jahre früher als geplant abgeschlossen werden. Dafert meint dazu: „Das ist ein sichtbarer Leistungsnachweis dafür, was in dieser Vorstandsperiode geleistet wurde.“ Der Dank dafür gelte den Mitarbeitern des Museums ebenso wie Unterstützern des Projektes.

Ziel des Museums sei es, ein „offenes Haus für alle und für Besucher attraktiv zu sein“, so Dafert, der weiter meint: „Unsere Schau ist sicher anspruchsvoll. Aber es lohnt sich, sie zu besuchen. Auch wenn man schon bei uns im Museum war, es gibt immer wieder Neues zu entdecken.“