Erstellt am 01. September 2015, 11:10

von NÖN Redaktion

Rapper setzt Zeichen gegen Rassismus. Freezy Trap mit Bekenntnis zu Österreich und gegen Asylanten-Gerüchte.

„Rufmord-Show“ für wenige Gäste: Beim Rap-Abend im Dorfgemeinschaftshaus Mödring stellten Freezy Trap, Kerstin, D-Rub, Deadlips und Elli (von links) Lieder der neuen „Rufmord“-CD vor. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Seine neue CD „Rufmord“ präsentierte der Mödringer Marinko „Freezy Trap“ Perka gemeinsam mit Kerstin, Elli, Deadlips und D-Rub im Dorfgemeinschaftshaus. Trotz des Heimvorteils war das Publikumsinteresse überaus gering.

„Wir san de Zukunft! Fia olle Länder a Zuflucht!“

Schade, denn der junge Mödringer zeigte, dass sich seine Musik nicht nur durch hohe Lautstärke, sondern auch starke Aussagekraft der Texte (Hochachtung für deren auswendige Rezitation, oft im Stakkato!) auszeichnet.

In den oft deftigen Texten beschäftigt sich der kritische Geist unter anderem mit den Themen, aber auch „Persönlichkeitsstudien“ junger Menschen. Über allem steht bei „Rufmord“ der Appell, dass sich die Kunstszene gegenseitig mehr achten sollte.

Im Bekenntnis zu Österreich in „Töchter und Söhne“ heißt es kritisch: „vielgeliebt und dauernd om Sond“, aber auch: „Wir san de Zukunft! Fia olle Länder a Zuflucht!“ Dazu passend hat Freezy Trap nun auch einen Rap (Freezy Trap – Du Asylant“ auf www.youtube.com gestellt, in dem er „Zitate rassistischer Österreicherinnen und Österreicher“ wiedergibt.