Erstellt am 01. Oktober 2015, 17:57

von Thomas Weikertschläger

Rekord: 64 Aussteller bei der Jobmesse. In der Horner Sporthalle stellten Leitbetriebe der Region ihr Angebot an Jobsuchende vor.

Neben Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Robert Fischer (Mitte) informierten sich auch Nico Panagl und Christian Hainzl (2. und 4. von links) bei Claus Tampier (links) und Verna Schweitzer über Jobaussichten in der Gastronomiebranche am Stand der Landesberufsschule Geras. Foto: Thomas Weikertschläger  |  NOEN, Thomas Weikertschläger

Nicht weniger als 64 Top-Betriebe aus dem Waldviertel präsentierten sich bei der 5. Waldviertler Jobmesse, die diesmal in der Horner Sporthalle abgehalten wurde.

Am 25. und 26. September wurden dabei nicht nur die Berufsbilder in den einzelnen Unternehmen präsentiert, es wurde auch jede Menge an Information über Job-Chancen und offene Lehrstellen angeboten. Kein Wunder, dass sich daher besonders viele Schüler unter die Besucher mischten.

Initiator Christof Kastner, Obmann des Wirtschaftsforums Waldviertel, strich daher bei seinem Eröffnungsrundgang mit zahlreichen Ehrengästen aus den Waldviertler Bezirken, die gute Zusammenarbeit mit den Schulen der Region hervor.

Darüber hinaus strich er die Bedeutung der Jobmesse als Teil der Waldviertler Wirtschaft hervor: „Hier präsentieren sich die Leitbetriebe unserer Region. Gemeinsam gilt es, Strategien für das Waldviertel zu entwickeln. Wir wollen unsere Spuren hinterlassen – und Arbeitsplätze schaffen.“

Flüchtlinge als Chance für heimische Wirtschaft

Das Wirtschaftsforum Waldviertel vereint derzeit stolze 175 Mitgliedsbetriebe, die 9.500 Arbeitsplätze in der Region bieten. Gerade in Zeiten schwacher Konjunktur sei es wichtig, Rahmenbedingungen für die Waldviertler Betriebe zu verbessern.

Kastner ging in seiner Eröffnungsrede auch auf die derzeitige Flüchtlingsproblematik ein: „Sie stellt eine große Herausforderung dar. Aber auch eine Chance. Wir werden bald Arbeitskräfte im Waldviertel brauchen“, so Kastner, der berichtete, dass unter den Flüchtlingen viele gut ausgebildete Personen zu finden seien: „Auf deren Fähigkeiten sollte unsere Wirtschaft nicht verzichten.“

Auch angesichts der demografischen Entwicklung im Waldviertel sei es sinnvoll, über die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu diskutieren.

Der Nationalratsabgeordnete Werner Groiß strich die Zukunftsorientierung der Waldviertler Wirtschaft hervor, Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl zeigte sich vom Engagement und Einsatzwillen der Organisatoren der Jobmesse, aber auch der Aussteller begeistert. Besonders die Rolle der Betriebe als Ausbildungsstätte für die Jugend wurde von Zwazl gelobt.