Röhrawiesen

Erstellt am 28. Juli 2016, 05:22

FF kämpft wie im „gallischen Dorf“. Röhrawiesener Silberhelme bestehen 120 Jahre. Auch Sorgen angesprochen.

Feierten „120. Geburtstag“ der FF Röhrawiesen mit: Unterabschnittskommandant Herbert Gundinger, der frühere Abschnittskommandant Franz Deckenbach, Unterabschnittskommandant Gerhard Zauner, Röhrawiesens ehemalige FF-Chefs Herbert Hofer sen. und Erhard Mang sen. sowie Kommandant Herbert Hofer (von links). Foto: Martin Kalchhauser  |  Martin Kalchhauser

Auf Hochs und Tiefs in der noch in der Kaiserzeit (1895) mit 16 Aktiven gegründeten FF Röhrawiesen ging Kommandant Herbert Hofer in seiner Rede beim Festakt zum 120-Jahr-Jubiläum ein. Und er sprach auch aktuelle Sorgen an.

„Der Ort ist entlegen und eine ,handyfreie Zone‘.“

„Wir sind hier wie das gallische Dorf in den Asterix-Geschichten“, stellte Hofer fest. „Der Ort ist entlegen und eine ,handyfreie Zone‘. Da ist es wichtig, dass wir uns selbst zu helfen wissen.“ Dass auch das Auto, ein 30 Jahre altes Kleinlöschfahrzeug, heuer ein „Jubiläum“ feiert, war wohl ein Hinweis für Bürgermeister Franz Göd …

Allerdings meinte Hofer auch: „Nicht die Größe oder Zahl der Fahrzeuge ist der begrenzende Faktor unserer Einsätze, sondern die Zahl der Hände.“ So könnte die Einsatzbereitschaft schon in wenigen Jahren gefährdet sein, wenn sich für die kleine Wehr (18 Aktive, vier Reservisten) nicht genug Nachwuchs findet.

Lobende Worte für das Engagement im kleinen Dorf fanden im Anschluss an eine von FF-Kurat Stanislaw Milczanowski zelebrierte Feldmesse Abschnittskommandant Gerald Unterberger, FF-Bezirkschef Christian Angerer („Kleine Feuerwehren sind wichtig – nicht nur für Einsätze, sondern auch für das Ortsleben!“) und Bürgermeister Göd: „Euer wirtschaftliches Denken verdient Lob. Euer Auto ist schon fünf Jahre Thema in der Gemeinde Sigmundsherberg.“

Als „Verfechter der kleinen Einheiten“ deklarierte sich auch Bezirkshauptmann Johannes Kranner. Tröstende Worte fand Landtagsabgeordneter Jürgen Maier für die Röhrawiesener Kameraden: „Die Tageseinsatzbereitschaft ist auch in der Stadt Horn ein Problem!“ Selbst Beiträge zum Allgemeinwohl zu leisten, das zeigten auch andere Aufgaben in den Gemeinden, funktioniere nur im Kleinen. „Klein ist billig, klein ist sozial – klein ist die Zukunft!“