Erstellt am 28. März 2016, 17:19

von Martin Kalchhauser und Emmerich Grath

Besondere Räder-Oldies als Gustostückerl. Saisoneröffnung im Röschitzer Raritätenmuseum begann mit Ausfahrt auf Waffenrädern. Flohmarkt lockte viele Gäste an.

Blick in den Museumshof. Foto: Willi Brem  |  NOEN, Willi Brem, Emmerich Grath
Die Saisoneröffnung im Röschitzer Raritätenmuseum des engagierten Ehepaares Anneliese und Emmerich Grath in der Berggasse des Weinortes ging, der mehrjährigen Tradition folgend, wieder mit einer Ausfahrt auf Steyr-Waffenrädern einher. Mehr als 20 Radler nützten das herrliche Wetter, um sich auf den Sattel zu schwingen.

Sandberg war Ziel der gemütlichen Radrunde

 Vom Museum weg ging es zum 340 Meter hohen Sandberg. Dieser Hügel, den eine Aussichtswarte krönt, liegt zwischen Roseldorf und Platt im benachbarten Bezirk Hollabrunn. Familie Kraus von gleichnamigen Heurigen in Platt bewirtete dort die gut gelaunte Gruppe. Die Waffenräder hielten, was sie versprachen, und es kamen alle pannenfrei wieder im Privat-Museum an.

Erinnerungsurkunden aus der Hand des Bürgermeisters

 Jeder Teilnehmer erhielt eine Erinnerungsurkunde, die der Röschitzer Bürgermeister Christian Krottendorfer persönlich überreichte. Auch Justizminister Wolfgang Brandstetter ließ sich einen Besuch in der kleinen, aber feinen Einrichtung in der Gemeinde Röschitz nicht nehmen. Er ist ja als Erfinder und Unterstützer der Nostalgiewelt Eggenburg im Herzen ebenso ein Freund der Erinnerungsarbeit der Museen.

Fahrrad aus 1928 aus dem Museum Retz am Start

 Ebenso mit von der Partie war Fritz Hurtl, Besitzer des Fahrradmuseum Retz. Das historische Rad aus seiner Sammlung, mit dem er am Start war, ist ein Herrenrad „Styria“ aus dem Jahr 1928 mit einer französischen Cyklo-Dreigang-Schaltung, ausgerüstet mit einer Radsonnen-Lichtenanlage (Standlicht und Abblendlicht). Es war somit das älteste Waffenrad. Herbert Hahn ging mit dem zweitältesten Rad an den Start. Es handelt sich dabei um eines aus dem Jahr 1936 der Marke „Saturn“ aus Bielefeld, ein Herren-Rennrad mit Single-Speed, Impex-Scheinwerfer und Dynamo sowie Batterie für Bergfahrten und Standlicht.

Flohmarkt für Ersatzteile und köstliche Stärkungen

 Eine beachtliche Magnetwirkung hatte auch der Flohmarkt , bei dem die Gastgeber und weitere private Anbieter im Museumshof ihre Verkaufsstände aufgebaut hatten. Vor allem Fahrräder und Ersatzteile fanden dort Abnehmer. Bei der Obsorge für das leibliche Wohl waren die Gäste bei „Museums-Mutter“ Anneliese Grath in besten Händen. Mit großer Liebenswürdigkeit servierte sie Hausgemachtes. Unter den Süßspeisen im Angebot fand sich auch der Prügelkrapfen, der im Raritätenmuseum bei Veranstaltungen nie fehlen darf.
 
Infos für Museumsliebhaber: www.röschitzermuseum.at !