Erstellt am 18. November 2015, 12:48

von Martin Kalchhauser

„SAS – Save A Soul“ plant Brunnenbau. Laufende Kosten werden immer höher. Waisenheim inKenia soll in Bezug auf Wasser- und Stromversorgung autark werden.

Der neue Vorstand des Vereins SAS: Andreas Hallas, Esther Scheiterbauer, Lisi Gruber, Peter Lechner, Hermine Gruber, Maria Gruber und Evelin Schneider (von links). Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

 Bilanz und Vorausblick sowie die Neuwahl des Vorstandes prägten die Generalversammlung des Vereins „SAS – Save A Soul“.

2011 von der Röschitzer Ärztin Elisabeth „Lisi“ Gruber gegründet, betreibt SAS seit drei Jahren ein Waisenhaus nördlich von Nairobi (Kenia). Das Haus beherbergt 30 Kinder im Alter von drei bis 13 Jahren und bietet ihnen Geborgenheit, Verpflegung, aber auch (zusätzlichen) Unterricht.

So kommt es, dass jedes Jahr einige der „SAS-Kinder“ beim landesweit einheitlichen Schulabschluss zu den Besten gehören und zum College zugelassen werden.

„Wirtschaft soll zur Unabhängigkeit beitragen“

Das Schulgeld von 100 Dollar (aktuell rund 90 Euro) pro Monat bedeutet allerdings eine jährlich wachsende finanzielle Verpflichtung. So beliefen sich die Kosten für das Waisenhaus im abgelaufenen Jahr auf rund 70.000 Euro. Dieser Betrag wurde etwa zur Hälfte mit Patenschaften, zur anderen Hälfte mit Spenden und Benefizveranstaltungen aufgebracht.

„Zuletzt haben wir neben den Fixkosten von 55.000 Euro für den Einstieg in die Landwirtschaft rund 13.000 Euro gebraucht“, berichtete Obfrau Gruber, die sich seit 2006 in Kenia engagiert. „Die Wirtschaft mit Kühen, Schweinen, Hühnern und Hasen soll zur Unabhängigkeit beitragen.“

Fad wird den Aktivisten rund um die Röschitzer Gruppe und die (ehemaligen) Kollegen vom Landesklinikum Tulln sicher nicht. Gruber: „Die Wasserversorgung in den langen Trockenperioden mit einem eigenen Brunnen und die Stromversorgung durch eine Solaranlage sind die nächsten kostspieligen Projekte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Der Brunnen kostet wegen der notwendigen tiefen Bohrung rund 50.000 Euro.“

Immerhin: Spenden für den Verein sind steuerlich absetzbar, und sämtliche Mitglieder des Vereins sind ehrenamtlich tätig. Rechnungsprüfer Peter Lechner: „Damit ist sichergestellt, dass Spendengelder zur Gänze dem Kinderheim zugutekommen.“

Die Wahl des Vereinsvorstandes endete wie erwartet ohne Gegenstimmen. Alle Mitglieder behielten ihre Funktionen bei.

www.saveasoul-sas.com


Der neue Vorstand:

Obfrau: Elisabeth „Lisi“ Gruber (Stellvertreterin: Esther Scheiterbauer)

Kassierin: Hermine Gruber (Evelin Schneider)

Schriftführerin: Margarete Fidesser (Maria Gruber)

Rechnungsprüfer: Peter Lechner, Andreas Hallas