Horn

Erstellt am 03. Januar 2018, 10:34

von Martin Kalchhauser

Böller-Attacken auf Horner Rotkreuz-Helfer!. Unfassbar! Vorfall im Horner Stadtzentrum versetzte Patientin in Angst.

Beim nächtlichen Einsatz im Stadtzentrum wurden Sanitäter des Roten Kreuzes Horn von Betrunkenen angepöbelt und mit Böllern beschossen.Rotes Kreuz/Anna Stöcher  |  Symbolfoto: Rotes Kreuz/Anna Stöcher

Zur Zielscheibe einer feierwütigen Menge von rund 30 Personen wurden drei freiwillige Helfer des Roten Kreuzes Horn wenige Minuten nach dem Jahreswechsel im Stadtzentrum. Das Fahrzeug wurde gerüttelt, den Sanitätern explodierende Böller vor die Füße geworfen. Eine Helferin laboriert noch immer an einem Gehörsturz.

Menschen rüttelten am Rettungswagen...

Zu einer Patientin (50) mit Kreislaufkollaps wurde das RK Horn am Neujahrstag um ca. 0.20 Uhr in die Florianigasse gerufen. Was den beiden Männern (25 und 38) sowie ihrer Kollegin (28) dann passierte, ist unglaublich.

Die Rotkreuz-Einsatzkräfte wurden von einer auf Höhe des Lokals „8er Bar“ herumstehenden Gruppe alkoholisierter Menschen attackiert. Zuerst rüttelten mehrere Personen am Rettungswagen und ließen sich auch vom Fahrer mit der Ankündigung, er werde die Polizei rufen, nicht Einhalt gebieten.

Zum Glück versperrten die Helfer während des Transportes das Fahrzeug, denn besonders „lustige“ Typen versuchten es sogar zu entern.

Alle drei Rotkreuzhelfer durch Attacke verletzt

Als die ob der Umstände verängstigte Patientin ins Fahrzeug gebracht war, wurden Böller in Richtung der noch neben der Seitentür befindlichen Helfer geworfen. Beide Männer erlitten ein mittlerweile wieder abgeklungenes Knall-Trauma. Der Gehörsturz bei der Sanitäterin hält jedoch nach wie vor an, weshalb sie am nächsten Tag Anzeige erstattete.

Bezirkspolizeichef Günther Brinnich ringt angesichts des Vorfalles um Worte: „Das Verhalten der Betroffenen war moralisch höchst verwerflich, ist einfach unglaublich. So etwas Verwerfliches ist mir in meinen mehr als 25 Jahren als Bezirkskommandant in Horn bisher noch nicht untergekommen!“

Auch der Geschäftsführer der Rotkreuz-Bezirksstelle, Martin Amon, ist schockiert: „Wir sind da, um zu helfen und keine Zielscheiben. So etwas ist einfach kein Spaß mehr!“

Die Polizei ermittelt und hofft auf Zeugen der nächtlichen Geschehnisse, die sich (auch anonym) bei der Inspektion Horn ( 059133/3430) melden.