Erstellt am 22. September 2015, 09:47

von Brigitte Lassmann-Moser und Martin Kalchhauser

Schrumpft Windpark in der Wild?. Einsprüche des Bundesheeres. Möglicherweisewerden aus 14 geplanten Windrädern in drei Gemeinden nur fünf.

Nach den Einsprüchen des Bundesheeres könnte dieses Bild in der Nähe von Brunn an der Wild so doch nicht Realität werden. Fotos: Barbara Krobath/Fotomontage, Martin Kalchhauser  |  NOEN, Barbara Krobath/Fotomontage

14 Windräder in den Gemeinden Brunn/Wild (7), Göpfritz (3) und Ludweis-Aigen (4) umfasste der geplante Windpark Wild ursprünglich. Jetzt schrumpf das Projekt möglicherweise auf fünf (vier in Brunn, eines in Ludweis-Aigen).

Grund: Das Bundesheer bleibt bei seinem von Anfang an erhobenen Einspruch wegen der Tiefflugzone und der Einflugschneise in den Truppenübungsplatz (TÜPl) Allentsteig.

Beschluss wurde voerst einmal vertagt

„Aus militärischen Gründen“ müsse man die für die drei Anlagen bereits umgewidmeten Grundstücke zurückwidmen, bestätigt der Göpfritzer Bürgermeister Franz Gressl.

Der für 10.9. geplante Beschluss wurde allerdings (bis längstens Jahresende) vertagt. Gressl: „Wir werden die Rückwidmung vornehmen, sobald wir genauere Unterlagen und Fakten haben.“

Dass die drei Windräder damit gestorben seien, könne man „so nicht sagen. Aber wenn das Bundesheer auf seiner Einflugschneise besteht, müssen wir die Verordnungen zurücknehmen, und ohne Widmung wird es keine Windräder geben.“

Ortschefs hoffen auf Gespräch mit Pernkopf

Dass nur mehr eines der geplanten vier Räder in seiner Gemeinde möglich ist, bestätigt Ludweis-Aigens Gemeindechef Helmut Schuecker. Er setzt aber wie seine Amtskollegen auf ein Treffen mit Landesrat Pernkopf im Oktober in St. Pölten.

Brunns Bürgermeister Josef Gumpinger zur Thematik: „Es gibt weitere Verhandlungen mit dem Bundesheer.“ In seiner Gemeinde sei die Widmung rechtskräftig. „Wir sind ja schon am Anfang auf sieben zurückgegangen. Meiner Auskunft nach wäre der Windpark aber auch mit weniger noch sinnvoll.“

Das meint auch EVN-Pressesprecher Stefan Zach. „Der Bundesheer-Einspruch ist nach wie vor offen“, bestätigt er. „Aber die Standorte bleiben für uns dennoch interessant.“

Bei den verbleibenden Rädern in Brunn wäre die EVN Betreiber, das eine in Ludweis-Aigen würde der Partner WEB errichten. „Die Chance, dass die Windräder kommen, schätze ich als sehr hoch ein. Für die EVN würde sich auch eine kleinere Anzahl an den Standorten in der Wild rechnen. Zach: „Bei der neuen Generation handelt es sich um effiziente Anlagen, die Niedrigwind gut ausnützen können.“