Sigmundsherberg , Rodingersdorf

Erstellt am 07. August 2016, 05:49

von NÖN Redaktion

Trauer um Jan Flis: Pfarre 23 Jahre geleitet. Requiem für verstorbenen Seelsorger am Mittwoch in der Pfarrkirche Sigmundsherberg. Beisetzung erfolgt in Polen.

Pfarrer Jan Flis: So wird er den Mitgliedern der Pfarren Simundsherberg und Rodingersdorf in Erinnerung bleiben. Foto: Martin Kalchhauser  |  Martin Kalchhauser

Im 71. Lebensjahr und im 48. Jahr seines Priestertums ist am 26. Juli der Pfarrer der Pfarren Sigmundsherberg und Rodingersdorf, Jan Flis, gestorben.

Der in Polichna, Polen, geborene, humorvolle und sportlich ambitionierte Seelsorger wurde 1969 in der Diözese Lublin zum Priester geweiht, absolvierte ein Spezialstudium in Bibelwissenschaften und promovierte 1985 zum Doktor der Theologie. Später (2000) habilitierte er sich an der Katholischen Universität Lublin und wurde 2004 Ordentlicher Professor in Stettin.

Autor und auch Feuerwehrkurat

2005 erhielt Flis einen Lehrauftrag für Neues Testament an der Philosophisch-theologischen Hochschule St. Pölten und erfüllte diese Tätigkeit mit großer Gewissenhaftigkeit.

Bereits ab 1992 war der nun verstorbene Pfarrer in Sigmundsherberg und Rodingersdorf – eine Aufgabe, die er bis zur Pensionierung Ende August 2015 erfüllte. 2002 bis 2010 übte er die Funktion des Dechants im Dekanat Eggenburg aus und war auch Mitglied im Priesterrat der Diözese.

Der Autor zahlreicher theologischer Bücher war auch Feuerwehrkurat und Träger der Goldenen Ehrennadel der Marktgemeinde Sigmundsherberg. Eine schwere Herzoperation steckte Pfarrer Flis gut weg, seine Krebserkrankung ertrug er mit großer Geduld, in der Vorwoche wurde er aber von dieser Welt abberufen.

Das Requiem für den langjährigen Pfarrer zelebriert am Mittwoch, 3. 8., 14 Uhr, in der Pfarrkirche Sigmundsherberg Diözesanbischof Klaus Küng. Nach dieser Verabschiedung wird der Leichnam des Theologen auf seinen Wunsch zur letzten Ruhestätte in der polnischen Heimat Polichna überführt.

Um den Verstorbenen, für den in den Kirchen in Rodingersdorf, Maigen, Sigmundsherberg und Doberndorf in den vergangenen Tagen Betstunden stattfanden, trauern seine Cousine (und Haushälterin) Maria Krauze sowie Nachfolger Pfarrer Milo mit den Pfarrgemeinderäten der betroffenen Pfarren.