Erstellt am 12. November 2015, 02:23

von Martin Kalchhauser

Sonnenjahr als Namensgeber für Wein. Weinbauverbands-Ehrenpräsident Josef Pleil Pate in Röschitz. Kulturprogramm war wieder hochklassig.

Das köstliche Gansl bereiteten Franz Buchinger und Jürgen Plank zu.  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Starker Andrang, ein ansprechendes kulturelles Programm und ein köstliches Gansl kennzeichneten auch heuer die Weintaufe des Winzer-Vereins „L(i)ebenswertes Röschitz“ im Gruber- Keller.

Die neue Obfrau Regina Stift hieß als Paten den Ehrenpräsidenten des Österreichischen Weinbauverbandes, Josef Pleil, willkommen. Aus seiner Heimatgemeinde Wolkersdorf stammt auch der Autor und Kabarettist Martin Neid, der (in Röschitz schon zum zweiten Mal zu Gast) mit seiner Lesung für Lachstürme sorgte.

„Das war ein Jahrhundertjahrgang“

Ebenfalls großteils heiter war der Gesang, mit dem Erich Kurz mit der Gruppe „Taktlos“ aufwartete. Bilder der Stoitzendorfer Malerin Franziska Wittmann waren im Foyer zu bewundern.

„Das war ein Jahrhundertjahrgang“, blickte Pleil auf das abgelaufene Wein-Jahr zurück. „Wir hatten den wärmsten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen, also sei 248 Jahren.“ Es habe viele Tropen- und sogar „Wüstentage“ und eine frühe Ernte gegeben, die Winzer dürften sich aber über qualitativ hochwertigen Ertrag freuen.

Pleil erinnerte an den Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der auf die Frage, welche seiner Leidenschaften – Dichtkunst, Frauen, Wein – er eher aufgeben würde, gemeint habe: „Die Dichtkunst.“ Vor die Alternative „Frauen oder Wein“ gestellt, habe er gesagt: „Das kommt auf den Jahrgang an!“ Dem sonnigen Jahrgang 2015 entsprechend gab Pleil dem Jungwein den Namen „Sonnenkönig“.

Pater Michael Hüttl erinnerte bei der „Segnung, nicht Taufe“ des Weines an eine Aussage des früheren Abtes des Stiftes Göttweig, Wilhelm Zedinek: „Tut‘s den Wein nicht taufen, tut‘s ihn lieber saufen!“

NÖN.at hatte berichtet: