Erstellt am 23. Mai 2016, 12:00

von Martin Kalchhauser

Stahlbau-Hallen als Kulturraum. Kunst bewährte sich bei Veranstaltung „Kunst trifft Wirtschaft“ als Kontaktvermittler. Gelegenheit zum Netzwerken genützt.

 |  NOEN, Martin Kalchhauser
Zwei Tage lang öffnete Stahlbauunternehmer Karl Riel seine Hallen in Reinprechtspölla für „Kunst trifft Wirtschaft“. Im Rahmen des Kulturfrühlings der Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring nutzten nicht nur viele Gäste die Gelegenheit, mit unterschiedlichen Formen der Kunst in Kontakt zu kommen. Unternehmer packten die Gelegenheit beim Schopf, um wichtige Netzwerkarbeit zu leisten.

„Selbstbewusstsein im Waldvertel ist intakt“

Bei der von der langjährigen ORF-Journalistin Christiane Goller geleiteten Podiumsdiskussion am Freitagabend gab es vor geladenen Gästen eine große Übereinstimmung.

Die Aussage, dass das Waldviertel oft unter seinem Wert geschlagen und hier viel Innovation gelebt werde, teilten mit Nationalrat Werner Groiß und Landtagsmandatar auch Regionalmanager Roland Deyssig („Waldviertler Wohlviertel“), Wirtschaftsforum Waldviertel-Geschäftsführerin Martina Surböck-Noe, Unternehmensberater Josef Wallenberger und Unternehmer Roland Stagl.

Er beeindruckte mit seinem Patent des Bionic-Motors, der die Aufladung eines Elektro-Autos auch über eine Wärmekupplung erlaubt.

Rahmenbedingungen müssen besser werden

Tenor der Aussagen der Diskutanten: Wer Neues schaffen wolle, müsse einen langen Atem haben. Seitens der politischen Vertreter wurde betont, dass ständig an der Verbesserung der Rahmenbedingungen gearbeitet werde.

Josef Wallenberger brachte auf den Punkt, was das Waldviertel, auch in Bezug auf seine Bevölkerungsbilanz, dringend brauche: „Man muss die Jungunternehmer fördern – volle Wäsch‘!“ Stagl bemängelte, dass in unseren Breiten (nicht nur im Waldviertel) eine „Kultur des Scheitern“ fehle. 

Viele Besucher genossen Kunst und Kulinarik

Rege genutzt wurde das Angebot auch am für alle Interessierten offenen zweiten Tag. Hunderte Gäste nutzten die Gelegenheit, mit den Künstlern Herbert Forstner (Maler), Pius Frank (Metallskulpturen), Burghard Hausleithner (Fotografie), Gabriela Hohenegger (Lichtbilder), Ernst Katzenbeisser (Maler), Karl Korab (Maler), Michael Öllinger (Bildhauer), Harald Veigl (Fotografie), Savio Verra (Maler und Bildhauer) und Peter Weber (Bildhauer) bzw. deren Werken in Kontakt zu kommen.

Für qualitätsvolle „Verpflegung“ der Gäste war dank Haubenwirt Andreas Buchinger gesorgt. Von einigen Unternehmern wurde die Veranstaltung auch für Informationen über ihr Angebot genutzt.

Bodypainting als optisches Highlight

Highlight an beiden Tagen war ein Live-Bodypainting durch die heimische Künstlerin und Unternehmerin Gabriela Hohenegger. Michelle Amon, das 20-jährige Model aus Gars, beeindruckte nicht nur optisch, sondern strahlte auch Charme aus und vermittelte, dass sie Spaß an der Sache hatte.

Bei einer Bühnenshow wurde das Thema „Wirtschaft & Kunst“ von ihr in gelungener Form schauspielerisch umgesetzt. Für die Kinder gab es am Nachmittag des Samstags die Gelegenheit, sich mit Hilfe von Maler Savio Verra mit Pinsel und Farbe kreativ zu betätigen.

„Mein Dorf“ war Thema der Bilder, die die begeisterten Kids gestalteten. Auch Bildhauerin Christine Kasem ließ den interessierten Nachwuchs mit Hammer und Meißel am Material Sandstein Hand anlegen.