Drosendorf-Zissersdorf

Erstellt am 05. April 2017, 04:01

von Martin Kalchhauser

Drosendorfer Stadtmauer: Wieder ein Teil abgebrochen. Stadtgemeinde muss sanieren. Gutachter diese Woche am Werk.

BürgermeisterJosef Spiegl zeigte der NÖN die Stelle auf Höhe des Bürgerspitals, an der die Mauer Schaden nahm: „Mit dem massiven Schaden, den wir 2010 hatten, ist dieser Vorfall zum Glück nicht vergleichbar.“  |  NOEN

Nach dem großen Schaden im Jahr 2010 ist nun wieder ein Stück der Stadtmauer abgebrochen. Zum Glück ist der Schaden diesmal eher klein.

Am Mittwoch kommt ein Gutachter

Rund fünf Kubikmeter Steine lösten sich am 24. 3. auf Höhe des Bürgerspitals aus der Mauer und stürzten zehn Meter in den darunter liegenden Garten. Gefahr für Benutzer des Rundwegs bestand nicht, da dieser noch zwei Etagen tiefer verläuft.

„Mit dem massiven Schaden von 2010 ist das nicht vergleichbar“, sieht Bürgermeister Josef Spiegl das Positive an der Sache. „Es war bereits ein Vertreter des Bundesdenkmalamtes hier, und am 5. 4. schaut sich ein Gutachter den Schaden an.“

Erst dann könne man Genaueres sagen. Eine erste Kostenschätzung von 50.000 Euro dürfte leider die Untergrenze der Maßnahmen sein. „Es kommt darauf an, ob man das Ganze nur aufmauern oder umfassend verankern und auch die Mauerkrone sanieren muss.“

Die Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf, die sich heuer die Entfernung des Efeus und die Bestandserhebung der gesamten Mauer vorgenommen hat, wird bei Land, Bund und Bundesdenkmalamt (BDA) um finanzielle Unterstützung vorstellig werden. Spiegl ist wegen zusätzlich drohender Schäden froh, dass der Vorfall nicht vor dem Winter passiert ist: „Gemacht werden muss es trotzdem so schnell wie möglich.“