Erstellt am 02. April 2016, 04:34

von Martin Kalchhauser

Stiftsglocke braucht einen zweiten Guss. Fehlversuch bei 3.100 Kilo schweremExemplar. Weihe auf unbestimmte Zeit verschoben.

Erlebten bzw. gestalteten als Vertreter des Stiftes die Zeremonie in der Gießerei Albert Bachert in Karlsruhe mit: Abt Thomas Renner (r.) und Prior P. Michael Hüttl.  |  NOEN, zVg

Die für den 10. April geplante Glockenweihe im Stift muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Grund: Das Gießen der großen Glocke für die Stiftskirche klappte nicht.

Eine 540 kg schwere Glocke (Ton: gis1) und eine große Glocke (h0) mit 3.100 kg Gewicht sollten am 18. 3. in der Glockengießerei Bachert, Karlsruhe, entstehen. Um 15 Uhr wurde der Schmelzofen angestochen, und die flüssige, 3.200 Grad heiße Bronze lief in die Formen.

Glockenweihe vermutlich „im Sommer oder Anfang Herbst“

Doch trotz des Segensgebetes, das Abt Thomas Renner gemeinsam mit einem evanglischen Pastor sprach, für dessen Gemeinde ebenfalls zwei Glocken entstanden, klappte der Vorgang beim großen Exemplar nicht. Vermutlich, so Meister Albert Bachert, war die in der Erde vergrabene Form eingebrochen.

Nach dem Zwischenfall – dieses Schicksal teilt die künftige große Altenburger Glocke unter anderem mit der weltbekannten Pummerin im Stephansdom! – musste die für 10. 4. geplante Glockenweihe verschoben werden. „Vermutlich auf Sommer oder Anfang Herbst“, meinte Abt Thomas im NÖN-Telefonat. „Ein neuer Guss wird erst Ende Mai oder Anfang Juni folgen.“

Wenn die neuen Glocken, für die eine Gönnerin aufkommt, im Turm der Stiftskirche hängen, wird das Geläut von sieben (!) Glocken weithin hörbar sein.

Erfreuliche Nachricht am Rande: Das Geld für die Elektrifizierung der Totenglocke wurde (durch Spenden) aufgebracht. Dieses Projekt ist ausfinanziert.