Erstellt am 03. Februar 2016, 04:58

von Martin Kalchhauser

„Straußen-Jagd“: Emu bald wieder zu Hause!. Straußenland-Chef Wolfgang Gärtner konnte Tier bei Altenburg einfangen. Bald kommt es zu seinem Besitzer zurück.

Schönbergs Straußenland-Chef Wolfgang Gärtner mit dem von ihm nahe Altenburg eingefangenen Emu, der Ende der Woche wieder an seinen Besitzer in Wolfshoferamt zurückgegeben werden soll. Foto: Hans Lechner  |  NOEN, Hans Lechner

Eine kuriose Meldung beschäftigte am 30. Jänner die Exekutive: Ein entlaufener Vogel Strauß war gesichtet worden, als er vom Schloss Rosenburg auf der Straße Richtung Ort lief (

und unten).

Weitere Anrufe beorderten die Polizisten schließlich auf die L 53 zwischen Rosenburg und Altenburg. Parallel wurde der Schönberger Wolfgang Gärtner, Besitzer der dortigen Straußenfarm, zu Hilfe gerufen.

„Vogel bei den Flügelstümpfen gepackt“

Die erste Vermutung der Polizisten war nämlich auch, dass das Tier aus dessen Betrieb entlaufen sein könnte. Gärtner gelang es schließlich, rund eine Stunde nach der ersten Sichtung, das Tier – es handelt sich um einen ausgewachsenen, rund 1,5 Meter großen Emu – einzufangen.

„Dass mir das gelungen ist, war außergewöhnlich“, erzählt Gärtner, der seit über 20 Jahren Strauße hält. „Es geht nämlich nur, wenn es gelingt, den Vogel bei den Flügelstümpfen zu packen.“ Kurze Zeit später liefen im Straußenland Schönberg elf statt zehn Emus herum. „Aber das Tier gehört nicht mir“, musste der Fachmann die Polizisten enttäuschen.

Tier war aus Gehege ausgerissen

Wie Gärtner berichtet, handelt es sich beim gefundenen Emu um ein Männchen („Das kann man bei diesen Tieren fast nur am Geräusch erkennen!“). Ausgewachsene Tiere wie das auf rund zehn Jahre geschätzte, das bei Altenburg geschnappt wurde, können bis zu 50 km/h schnell laufen.

Am Vormittag des Montags klärte sich das Rätsel um die Herkunft des Vogels. Er war aus einem privaten Gehege des Arztes Michael Benedikt in Wolfshoferamt ausgerissen. Dieser kann sich sein Tier, das schon einige Tage abgängig gewesen war, nach seinem Skiurlaub in Schönberg abholen. Gegenüber der NÖN wollte er zum Vorfall keinen Kommentar abgeben.