Erstellt am 07. November 2015, 04:27

von Martin Kalchhauser

Tonbandsammlung in Museum Eggenburg integriert. Franz Dokulil mit hunderten Geräten und tausenden Bändern von Korneuburg nach Eggenburg übersiedelt.

Die Tonbandsammlung Dokulil fand in der Nostalgiewelt Eggenburg eine neue Heimat: Bei der Eröffnung schwelgten Sammler-Tochter Daniela Hofmann, Obmann Rudolf Hauer, Bürgermeister Georg Gilli, Sammler Franz Dokulil und Vizebürgermeisterin Susanne Satory (von links) in Erinnerungen an früher.  |  NOEN, Foto: Martin Kalchhauser

Seine umfangreiche Sammlung übersiedelte der Korneuburger Franz Doku-lil (60) in die Nostalgiewelt Eggenburg, wo vorerst ein Teil der Tonbandgeräte öffentlich zugängig sein wird.

Obmann Rudolf Hauer freute sich bei der Eröffnung des neuen Schauraumes mit besonderen Geräten aus der Geschichte der Tonbandaufnahmen über den Zuwachs für das Museum: „Es kann leider aus Platzgründen erst ein Bruchteil der Sammlung gezeigt werden. Aber wir werden noch zusätzlichen Platz machen und wollen unser Haus bis 2016 auch baulich adaptieren.“

Stolz zeigte sich Hauer, einen „sehr kompetenten Partner“ an Bord zu haben. Tatsächlich passt der Bereich Tonband sehr gut zum bereits im Haus bestehenden „Kinoptikum“ mit unzähligen Exponaten aus der Filmbranche.

„Wenn ich mir alle Tonbänder anhören wollte,
die ich in meiner Sammlung habe,
müsste ich mindestens 150 Jahre alt werden!“
Sammler Franz Dokulil

Dokulil, der sich über die neue Bleibe begeistert zeigte („Korneuburg oder Eggenburg – Hauptsache es bleibt -burg“), meldete mit einem Augenzwinkern 150 m Platzbedarf an, zeigte den Gästen stolz die Besonderheiten seiner Sammlung „vom Tondraht bis zum Hi-Tec-Band“, darunter Geräte ab 1935, und verwies auf Apparate des österreichischen Pioniers Victor Stuzzi, der auch einige Patente besaß. Eines der ersten Taschendiktiergeräte, das jetzt ebenfalls in Eggenburg zu sehen ist, schaffte es immerhin in einen James-Bond-Film!

Der Koneuburger, der seine Sammlung bisher in seinem privaten Zweithaus in Korneuburg präsentierte, welches jetzt aber benötigt wird, versuchte vergeblich, seiner Heimat die Präsentation seiner Sammlung schmackhaft zu machen („Für ein Museum war leider kein Platz!“).

Das Angebot der Eggenburger kam ihm dann gerade richtig. „Ich habe in zehn Jahren rund 400 Geräte und Zubehör gesammelt und besitze mehrere 1.000 Bänder“, erklärt Dokulil. In Eggenburg wird in einem Raum knapp ein Drittel gezeigt. Die anderen sowie die Tonbänder harren vorerst im Depot ihrer weiteren Verwendung.