Erstellt am 04. April 2016, 11:00

von Martin Kalchhauser

Tschechische Klänge und Schmankerl. Volkstümliche Musik aus Südböhmen animierte viele zum Tanzen. Volles Haus bei Gastspiel der Gruppe Jihoceská Podhoranka.

Die Gruppe Jihoceská Podhoranka: Jan Mraz (Trompete), Kapellmeister Franti?ek Chuchel (Trompete), Josef Macho (Schlagzeug), Václav Heidinger (Bassflügelhorn) und Jaroslav Bracha (Akkordeon, von links). Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser
Bereits zum achten Mal luld die SPÖ Brunn an der Wild zum „Böhmischen Frühschoppen“ ins Gasthaus Gamerith in St. Marein. Gemütlichkeit war Trumpf beim Zusammensein im voll besetzten Saal.

Werner Dvorak war der „Einfädler“

2009 hatte der damalige SPÖ-Chef Werner Dvorak, der aus beruflichen Gründen – er war lange Jahre stellvertretender Militärataché Österreichs in Prag – gute Verbindungen zu Tschechien hat, die Gruppe Jihoceská Podhoranka erstmals in den Wallfahrtsort St. Marein gelotst.

Die Veranstaltung hat sich bewährt, und auch bei der diesjährigen Auflage kamen Tanzfreudige ebenso auf ihre Rechnung wie Liebhaber der böhmischen Küche. Gastwirt Karl Gamerith und sein Team hatten die Speisekarte entsprechend adaptiert und boten Schmankerl, vor allem mit den typischen Knödeln, an.

Kritik an mangelnder Wertschätzung

Weil SPÖ-Chef Leopold Barth krank war, blieb es seinem Vorgänger Dvorak vorbehalten, die Gäste „seiner“ Veranstaltung zu begrüßen.

Unter diesen fanden sich neben den heimischen Mandataren Rudolf „Rudi“ Glanz und Ludmilla Schrimpf der Bezirksvorsitzende des Pensionistenverbandes, Reinhard Liebwald, sein Vorgänger Helmut Don und der frühere Landtagsabgeordnete Ludwig Winkler.

Kritik gab es, dass sich seitens der Bezirkspartei kein einziger Vertreter blicken ließ. Auch von der Gemeindespitze war – allerdings nicht zum ersten Mal – niemand der Einladung gefolgt.

Volkstümliche Musik animierte zum Tanzen

Volkstümliche Musik, vor allem Polkas, gaben die Musiker am laufenden Band zum Besten. Neben der Beherrschung ihrer Instrumente – zwei Trompeten, Schlagzeug, Bassflügelhorn und Akkordeon – bewies das Quintett aus Trhové Sviny (Schweinitz) nahe Budweis bei den tschechischen Liedern auch immer wieder Stimmkraft.

Schon jetzt ist übrigens fix, dass es auch 2017 eine Neuauflage mit den Musikern aus unserem nördlichen Nachbarland geben wird.