Erstellt am 22. Juli 2015, 10:32

von Robert Schmutz

Meisterwerk bejubelt. Werk einer jungen koreanischen Komponistin erklang im Geraser Marmorsaal. Gäste waren verzückt.

In Kooperation mit dem Verein »Geras klingt« gab das Vienna International Orchestra im Rahmen der Altenburger Musik Akademie ein exzellentes Konzert im Marmorsaal des Stiftes Geras. Dirigent Robert Lehrbaumer konnte zur Uraufführung ihres Werkes »The Beginning« Komponistin Jinsil Lee, die Pianosolisten Carl Bolleia, Songhee Lee, Mijung Cho, Je Yu Lee und für das Orchester den Ersten Geiger Arpa Patkolo (v.l.) zum Foto bitten.  |  NOEN, Robert Schmutz

Zum 33. Mal gibt es die Altenburger Musik Akademie (AMA) heuer, zum zweiten Mal gab das Vienna International Orchestra unter dem Dirigenten Robert Lehrbaumer in Kooperation mit „Geras klingt“ eine Orchester-Gala mit internationalen Solisten im Marmorsaal.

Gleich vier Klaviervirtuosen waren zu hören

Chefdirigent Robert Lehrbaumer führt im Vienna International Orchestra Solisten und Kammermusiker zum gemeinsamen Musizieren zusammen, wodurch Interpretationen entstehen, die sich besonders frisch und lebendig von Gewohntem abheben. Diese Musiker sind dem Namen des Orchesters entsprechend international wirkend, fühlen sich aber auch eng mit der Stadt Wien und deren Musiziertradition verbunden.

Diesmal konnten die Zuhörer in Geras gleich vier Klaviervirtuosen hören, die schon sehr früh mit diesem Instrument begonnen haben, so etwa Songhee Lee, die mit vier Jahren begann. Mijung Cho hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt am Klavier mit sechs.

Wenn man Auftrittsorte wie Weill Recital Hall, Carnegie Hall, Yamaha Piano Salon in New York, Parc Floral de Paris oder Mozartsaal in Seoul mit den international anerkannten Ausbildungszentren und Professoren im bisherigen Karrierelauf der jungen Solisten liest, dann erscheint es selbstverständlich, dass die ausgesuchten Werke von Joseph Haydn (Konzert für Klavier und Orchester Nr.11), Robert Schumann (Klavierkonzert a-Moll op.54), Frederic Chopin (Klavierkonzert f-Moll op. 21) oder Franz Schubert (Symphonie Nr. 7 h-Moll D 759) selbstredend klangvollendet wiedergegeben wurden.

Uraufführung von „The Beginning“ als ein Höhepunkt

Einer der Höhepunkte war die Uraufführung von „The Beginning“ für Klavier und Orchester in drei Sätzen der jungen Komponistin Jinsil Lee (Korea), bei der Carl Bolleia am Klavier mit dem Kammerorchester exzellent zusammenspielte.

Musiker und Komponistin erhielten frenetischen Applaus für ein Stück, das den Vergleich mit bekannten erprobten Werken anerkannter Komponisten wagte und offensichtlich diesen nicht zu scheuen braucht. So reiht sich mit diesem Konzert eine weitere kulturelle Perle in die lange Kette der Veranstaltungen im 1740 fertiggestellten Marmorsaal des Prämonstratenserklosters …