Erstellt am 08. Oktober 2015, 11:02

von Rupert Kornell

Vereinshaus: Barta feiert „Comeback“. Thomas „Jimmy“ Barta sorgt nur mehr für Gastronomie, noch zu findender „Hausmeister“ für das Haus.

Thomas »Jimmy« Barta bleibt dem Vereinshaus als Gastronom erhalten, von der Organisation des Hauses zieht er sich zurück. Foto: Archiv/Rupert Kornell  |  NOEN, Archiv/Rupert Kornell
„Dass das Haus in Betrieb ist, ist mir sehr wichtig, da nehme ich auch eine teurere Lösung in Kauf“, sagt Bürgermeister Jürgen Maier zur nunmehrigen Lösung der Problematik rund um das Vereinshaus.

Vor zwei Monaten berichtete die NÖN, dass das Haus ohne Pächter da steht, weil Thomas „Jimmy“ Barta den Vertrag mit der Stadtgemeinde über das Jahr 2015 hinaus nicht mehr verlängern wollte. „Das Haus ist nicht gewinnbringend zu führen“, erklärte er damals.

NÖN.at hatte berichtet:



Nun kommt es aber zu einem „Comeback“, wenn auch in etwas anderer Form. „Bisher war es so, dass Barta keine Pacht zu bezahlen hatte, sehr wohl aber die Betriebskosten, und er musste sich um das Haus kümmern“, so der Bürgermeister. „Die neue Situation ist mit dem dafür verantwortlichen Stadtrat Jürgen Rochla abgesprochen.“

Der diesbezügliche Bestandsvertrag wird in der Sitzung vom 8. Oktober vom Gemeinderat abgesegnet.

„Sauberste Lösung für alle Beteiligten!“

„Es ist die sauberste Lösung für alle Beteiligten“, ist auch Rochla damit zufrieden, dass Barta unter geänderten Bedingungen – Zahlung einer Pacht, aber nicht der Betriebskosten, dafür kommt die Gemeinde auf – wieder im Vereinshaus werkt. Auch ihm ist bewusst, dass dies der finanziell aufwendigste Weg ist, den man hier geht, aber es passiere im Sinne der Stadt und seiner Bevölkerung.

Ihm zur Seite gestellt wird – dafür sorgt ebenfalls die Gemeinde – eine Art „Hausmeister“, der sich um das Gebäude kümmert mit Ausnahme der Gastronomie, die in Bartas Händen liegt. Rochla: „Das ist eine Regelung so wie damals vor gut 25 Jahren, als das umgebaute Haus eröffnet wurde.“

Über die Person dieses „Hausmeisters“ wollte Maier noch keine Auskunft geben: „Ich behalte mir eine Entscheidung vor, es sind noch einige Gespräche diesbezüglich zu führen.“ Es gebiete die Fairness, dass man erst dann damit an die Öffentlichkeit gehe, wenn man mit allen gesprochen habe.

Vermittler zwischen Veranstalter und Gemeinde

Rochla sieht die Rolle der Stadtgemeinde zukünftig jedenfalls nicht im Organisieren von Events, sondern nur bei der aktiven Bewerbung von Veranstaltungen, die von verschiedensten Firmen, Privaten, Institutionen oder Vereinen ausgerichtet werden. „Barta wird ihnen da eine große Hilfe sein, denn er kennt das Haus und dieses Geschäft gut, weil er es ja selbst lange genug gemacht hat.“

„Ich werde mich bei der Organisation nur insofern einbringen, dass ich Vermittler zwischen Veranstalter und Gemeinde bin, ich konzentriere mich auf die Gastronomie“, hat er ein klares Konzept.

Im Vereinshaus wird er nach dem 30. November, wenn seine Zeit im Canisiusheim und für „Essen auf Rädern“ beendet ist, nur mehr für die Caritas rund 80 Essen von Montag bis Freitag zubereiten und sich ansonsten mit voller Energie dem vor einigen Monaten übernommenen „Burgstallhof“ in Groß Burgstall und dem Catering widmen.