Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:22

von Martin Kalchhauser

Vorentscheidung für Veranstaltungssaal. Vorschlag des Architekten Johannes Zieser erhielt von Jury Vorzug. Vorhaben könnte bis zu 1,5 Millionen Euro kosten.

So könnte der Veranstaltungssaal der Marktgemeinde Röschitz, der unweit des Ziegelofens entstehen soll, aussehen. Eine Jury gab diesem Entwurf des Architekten Johannes Zieser den Vorzug. Foto: Architekt Zieser ZT GmbH  |  NOEN, Architekt Zieser ZT GmbH

Das Veranstaltungszentrum Röschitz, das in der Vergangenheit für hitzige Debatten gesorgt hatte, wird langsam konkreter. Eine Jury wählte nun ein Projekt aus, das das Rennen machen könnte, sobald es zu einer Realisierung des Planes kommt.

Seit 2011 kein Veranstaltungsraum mehr

NÖN-Leser erinnern sich: 2014 gab es eine Volksbefragung über ein Projekt im Zentrum des Hauptortes, das mehrheitlich abgelehnt wurde. Seither werden Alternativen gesucht.

Seit Walter Wieninger das letzte Gasthaus mit Saal im März 2011 geschlossen hat, gibt es in der Weinbaugemeinde keine Veranstaltungsräumlichkeit für Bälle und andere Großveranstaltungen mehr.

In einer Jurysitzung mit den Mitgliedern des Bauausschusses, zwei weiteren Vorstandsmitgliedern und dem vom Land empfohlenen Architekten Christophe Oberstaller (Retz) und Stephan Smutny-Katschnig vom „NÖ gestalten“-Team wurde zwischen zwei Vorschlägen entschieden und dabei dem Projekt des in St. Pölten und Wien tätigen Architekten Johannes Zieser der Vorzug gegeben.

1,5 Millionen Euro als grober Kostenrahmen

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Vorgabe der Gemeinde war die Errichtung eines Gebäudes mit rund 450 m Nutzfläche samt einem etwa 210 m großen, teilbaren Saal mit Bühne und einem Gastronomiebereich, der auf den derzeitigen, 3.500 m großen Pfarrgründen beim Ziegelofen (Bürgermeister Krottendorfer ist deswegen in Verhandlungen) entstehen könnte.

Noch heuer könnte die Finanzierung des inklusive Einrichtung bis zu 1,5 Millionen Euro teuren Projekts – für die Errichtung des Hauses sind 1,05 Millionen netto, also 1,27 Millionen brutto veranschlagt – unter Dach und Fach sein. Per Gemeinderatsbeschluss wurde Krottendorfer am 8. 10. ein Verhandlungsmandat mit den zuständigen Landesstellen erteilt.

„Noch heuer sollten Grundstückstausch und Finanzierung fixiert sein“, hofft der Bürgermeister auf Unterstützung des Landes und Fortschritte in der Sache. „Dann kann man das Projekt konkret angehen und zum Beispiel einen Betreiber suchen.“ Der „best case“ wäre ein Baubeginn schon im Frühjahr, dann könnte nach zwölf bis 14 Monaten Bauzeit im Frühjahr 2017 die erste Veranstaltung im neuen Zentrum steigen.

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