Erstellt am 18. Februar 2016, 14:46

von Markus Lohninger

VP-Abgeordnete Göll: „Horn ist nicht das Waldviertel“. Ungewohnt scharf reagiert die frischgebackene Landtags-Abgeordnete des Bezirks Gmünd Margit Göll (ÖVP) auf den NÖN-Artikel über neuerliche Debatte zu Ausbauplänen für die Franz-Josefs-Bahn.

Foto: Markus Lohninger  |  NOEN, Markus Lohninger

„Horn ist nicht das Waldviertel. Den Ausbau einer internationalen Strecke bei nicht einmal der Hälfte abzubrechen, kann nicht Sinn und Zweck einer sinnvollen Investition sein“, betont sie in einer Aussendung: „Wir brauchen dringend eine rasche Anbindung des Gmünder Bezirkes an das öffentliche Netz nach Wien.“

Keine Besserungen für Reisende zwischen Gmünd und Horn

Der NÖN-Beitrag in Woche 6 (

und unten) hatte davon gehandelt, dass die Vision vom Bau einer „Horner Spange“ von einer raschen neuen Direktverbindung der Bahnhöfe Göpfritz, Horn und Eggenburg auf einen kurzen Abstecher der Kamptalbahn nach Eggenburg zur Franz-Josefs-Bahntrasse reduziert wurde. Horner könnten dadurch künftig direkt aus der Stadt ohne Umsteigen nach Wien gelangen.

Für Reisende zwischen Gmünd und Horn bringe die Investition aber, wie auch der oberste Verkehrsplaner im Land NÖ Werner Pracherstorfer der NÖN bestätigte, keine direkten Verbesserungen. Die Langvariante mit einer Zeitersparnis von etwa 15 Minuten sei allerdings, so Pracherstorfer weiter, „kaum realisierbar“.

Zwei Schnellverbindungen unter 100 Minuten gefordert

Margit Göll fordert zumindest zwei Schnellverbindungen am Tag mit maximal drei bis vier Halten und einer Fahrzeit unter 100 Minuten von Gmünd nach Wien. Dazu will sie aber auch den Konsens zwischen den betroffenen Gemeinden herstellen.

Göll, selbst Bürgermeisterin in Moorbad Harbach: „Wir müssen als Gemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen und gemeinsam für unsere Region einzustehen. Als oberstes Ziel ist zu sehen, dass unsere Familien in ihren Heimatgemeinden wohnen bleiben können und  pendelnde Arbeitnehmende nicht aufgrund eines Aushungerns der Arbeitsplatzanbindungen gezwungen sind abzuwandern.“ Nur ein gemeinsames Vorgehen und der Blick auf die gesamte Region könne zielführend sein.

NÖN.at hatte zum Thema berichtet: