Erstellt am 29. Oktober 2015, 10:22

von Martin Kalchhauser

Wichtige Etappe bei Flutschutz für Mold. Erstes Becken fertig: Fast eine Million Euro für den ersten Teil der Hochwasser-Abwehr. Baubeginn des zweiten Beckens steht bevor.

Das erste große Regenwasser-Rückhaltebecken für Mold im „Bründlgraben“ ist fertig: Gewässermeister Harald Exinger, Alfred Kahrer, Regionalstellenleiter der NÖ Wasserbauabteilung, Bürgermeister Wolfgang Schmöger und Projektleiter Walter Popp (von links) vor dem 18.000 Kubikmeter fassenden Objekt. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Nie wieder sollen die Molder desatröse Hochwasser wie 2009 und 2010 erleben. Umfangreiche Baumaßnahmen sollen dafür sorgen. Fast eine Million geht in die Errichtung von zwei Regenrückhaltebecken (RB) zwischen Mold und Maria Dreieichen.

Becken in nur einem Jahr fertiggestellt

Jetzt ist das erste und größte der geplanten Becken, jenes in der Riede „Bründlgraben“ (Richtung Maria Dreieichen rechts der B 2), fertig.

In nur einem Jahr Bauzeit wurde es fertiggestellt. Projektleiter Walter Popp: „Dank des rund acht Meter hohen Dammes mit 150 Metern Länge, für den 6.000 m Material aufgeschüttet wurden, fasst es 18.000 m.“ Es kann eine Zuflusswelle von 185 m Wasser pro Sekunde abfedern, womit bei Starkregen eine über 90-prozentige Reduktion der Belastung erreicht würde.

Erste Etappe des Hochwasserschutzes war die (zeitlich vorgezogene) sogenannte Tiefpunktentwässerung im Ortszentrum (

), die zweite umfasst das nun fertiggestellte Rückhaltebecken sowie ein weiteres, das nördlich der Bundesstraße in der Riede „Wolfartstal“ entstehen wird. Schon bald werden auch hier die Bagger rollen.

Den Schlusspunkt setzt dann die Errichtung zweier weiterer Becken näher am Ort, die die südöstlichen Zubringer entschärfen sollen. Eines entsteht im „Weidaugraben“, ein anderes am „Reutberg“.

100 %iger Schutz erst „wenn alles fertig ist“

„Wir ertüchtigen Mold für ein 100-jährliches Hochwasser“, erklärt der für das Waldviertel zuständige Regionalstellenleiter der Abteilung Wasserbau beim Land NÖ, Alfred Kahrer. „Ein definitiver Schutz ist natürlich erst erreicht, wenn alles fertig ist. Aber wenn nach der Entwässerung im Ort die beiden großen Becken fertig sind, haben wir schon viel erreicht.“

Der erste Abschnitt des Hochwasserschutzes (die beiden großen Becken) erfordert Investitionen von rund 930.000 Euro. Dank der Aufteilung der Kosten zwischen Bund, Land und Gemeinde sowie großzügiger Förderungen bleiben der Gemeinde Rosenburg-Mold „nur“ rund elf Prozent der Kosten.

„Gleich nach den Hochwasserereignissen haben wir mit dem Schutzdamm direkt beim Ort begonnen“, betont Bürgermeister Wolfgang Schmöger, dass man seitens der Gemeinde Rosenburg-Mold auf die Katastrophen umgehend reagiert habe. Er freut sich, dass die Baumaßnahmen so rasch voranschreiten: „Wir sind auf einem guten Weg.“