Erstellt am 30. Oktober 2015, 11:52

von Martin Kalchhauser

Wirtshaus startet mit vier Betreibern durch. Verein gibt Gasthaus Seher an GmbH ab. Pachtvertrag auf 15 Jahre. Veranstaltungen am „Boden“ sind Chance.

Führen das Landgasthaus „Zum Seher“ ab sofort gemeinsam: Anna und Wolfgang Tindl vom Bioladen „Wunderland“ sowie Karl Lind und seine Frau Christiane Goller (von rechts), im Bild mit Küchenchef Ladislav „Leo“ Bajcar. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Seit Mai 2015 hat das frühere Gasthaus Seher, nunmehr „Landgasthaus Zum Seher“, am Eggenburger Hauptplatz wieder offen. Der Verein zur Förderung der Wirtschaft in Eggenburg mit Obmann Friedrich Küttner zog sich nun aus dem Betrieb zurück.

„Regional, saisonal, rauchfrei“

Am Ruder ist jetzt eine neu gegründete GmbH mit dem bisher bereits aktiven Betreiber Karl Lind und seiner Frau Christiane Goller, verstärkt durch Anna und Wolfgang Tindl, die im benachbarten Grätzl das Bio-Geschäft „Wunderland“ betreiben. Abgeschlossen wurde der Pachtvertrag mit der Familie Seher auf 15 Jahre.

„Diese Zusammenarbeit bietet sich an, weil beide Betriebe auf Regionales und auf Bio setzen“, erklärt Goller, die mit dem Dreieck aus Wunderland, Gasthaus und dem neuen „forum eggenburg“ zudem eine wichtige Synergie sieht.

„Wir werden sicher noch ein Jahr brauchen, bis das Gasthaus gut steht“, meint Lind, der sich zum Ziel gesetzt hat, weiterhin jeden Tag offen zu haben. Vom Konzept ist er überzeugt: „Regional, saisonal, rauchfrei – es dauert noch, aber es werden immer mehr aufspringen.“

„Auch die Veranstaltungen, von Familienfeiern bis zu Konzerten, sind eine Hoffnung für uns“, ergänzt Wolfgang Tindl und trifft sich dabei mit Goller: „Wir wollen mehr sein als ,nur‘ ein Wirtshaus.“ Die Räume im ersten Stock, der sogenannte „Boden“ (leitet sich von „Dachboden“ ab), ermöglichen eine Orientierung „Richtung Bühnenwirtshaus“.