Wolfsbach

Erstellt am 05. August 2016, 05:34

von Thomas Weikertschläger

Sechs Monate auf Tour: Lisa und die weite Welt. Mit 20 Kilogramm Rucksack-Gepäck begab sich die Wolfsbacherin Lisa Pröglhöf auf Weltreise, um Menschen in verschiedenen Lebensräumen kennenzulernen.

Mit 20 Kilogramm Reisegepäck verteilt auf zwei Rucksäcke war die Wolfsbacherin Lisa Pröglhöf ein halbes Jahr auf Weltreise durch alle Kontinente. Foto: Thomas Weikertschläger  |  Weikertschläger

Kinder unterrichten in Kambodscha, auf sieben landwirtschaftlichen Betrieben in Australien arbeiten, Praxis auf einer Farm in Costa Rica sammeln, als Au-Pair-Mädchen in Washington arbeiten, eine Bootsreise am Mekong in Südostasien oder Touren durch Südafrika, Thailand, Vietnam, Singapur, New York, Los Angeles, Rom und Sao Paulo zu machen – was andere in ihrem ganzen Leben nicht schaffen, packte die Wolfsbacherin Lisa Prögelhöf in eine Reise, die sie in sechs Monaten vom Nationalfeiertag (26. Oktober) bis zum Staatsfeiertag (1. Mai) rund um den Erdball führte.

Zeit genommen: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Damit erfüllte sich Pröglhöf einen Traum, den sie schon lange mit sich trägt. „Ich habe mit 14 eine Weltkarte bekommen. Es war immer mein Wunsch, die Welt mit eigenen Augen zu sehen“, erzählt sie. Davor war die sympathische 25-Jährige als Volksschullehrerin in Wien tätig und arbeitete nebenbei am landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern in Wolfsbach mit.

In Vietnam posierte Pröglhöf vor einer beeindruckenden Buddha-Statue. Foto: privat  |  privat

Die Zeit für diese Reise nahm sie sich ganz bewusst: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Schon zuvor war sie viel in Europa unterwegs, durch ihre freiwillige Mitarbeit im Weltladen in Horn sei das Interesse an der Ferne aber noch zusätzlich gewachsen. Vorrangig war Pröglhöf bei ihrer Reise aber nicht der Besuch von Sehenswürdigkeiten, sondern Menschen in ihren verschiedenen Kulturen und Lebensräumen und mit ihren verschiedenen Lebensweisen kennenzulernen.

Kultureller Austausch stand im Vordergrund

So beobachtete sie etwa in der modernen und lebhaften Stadt Singapur hektisch herumeilende Menschen ebenso wie Menschen, die in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi in einem Mausoleum den Leichnam von Ho-Chi-Minh verehrten.

Besondere Einblicke gönnte sie sich aber in verschiedene landwirtschaftliche Betriebe. Über die Organisation „Willing Workers of organic Food“ (WWOOF) wurden die Praktika organisiert. Dabei musste Pröglhöf vier bis sechs Stunden täglich arbeiten: „Der kulturelle Austausch stand dabei aber im Vordergrund. Es ging darum, die Menschen in ihrer Arbeitsweise kennenzulernen.“ So verbrachte sie unter anderem auch einige Tage auf einer Obst-Farm in Australien, wo sie sich ausschließlich von Obst ernährte.

Die Weihnachtsfeiertage verbrachte Lisa Pröglhöf gemeinsam mit ihrem Freund Lukas Prand-Stritzko in Südafrika. Foto: privat  |  privat

Dank Skype sei es ihr nicht all zu schwer gefallen, mit ihrer Familie in Kontakt zu bleiben. Über Weihnachten und Neujahr besuchte sie Freund Lukas in Südafrika.

Auch in Bali, wo die beiden zwei Wochen in die faszinierende Welt des Hinduismus eintauchten, war Lukas dabei. Dort erlebte sie das hinduistische Neujahrsfest live mit, in Thailand das buddhistische. In Costa Rica hingegen stand das Backen von Weihnachtskeksen auf dem Programm.