Erstellt am 13. November 2015, 04:13

von Thomas Weikertschläger

Wunsch erfüllt sich: Tagesbetreuungsstätte kommt. In einjähriger Bauzeit wird in Horn ab Frühjahr 2016 die Tagesbetreuungsstätte des Vereins „Ich bin Ich“ entstehen.

Beim Spatenstich für die neue Tagesbetreuungsstätte: Bürgermeister Jürgen Maier, Vizebürgermeisterin Gerda Erdner, Landesrätin Barbara Schwarz, Vereinsobfrau Christa Daniel, Hedwig Zsivkovits von GFGF und Baumeister Günther Werner. Foto: Weikertschläger  |  NOEN, Weikertschläger
Trotz frostiger Temperaturen legten sich Christa Daniel, Obfrau des Vereins „Ich bin Ich“, und die Ehrengäste am 4. November bei der Spatenstichfeier für die Tagesbetreuungsstätte an der Ecke Zwettler Straße/Lazarethgasse ordentlich ins Zeug. Denn die Freude über die anstehende Realisierung des Projektes war allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben.

In einer Bauzeit von rund einem Jahr soll auf dem Grundstück, das Gerda Öhlknecht der Stadtgemeinde geschenkt hatte, um darauf etwas „für die Allgemeinheit“ zu bauen, eine Tagesbetreuungsstätte für 15 Schwer- und fünf Leichtbehinderte entstehen

„Dieses Haus zu bekommen, war uns seit Jahren ein großes Anliegen“, strahlte Daniel, deren Verein sich für Integration behinderter Menschen in allen Bereichen stark macht. Auch wenn Daniel meinte, sie sei schon „sehr ungeduldig“, wird mit den Bauarbeiten erst im Frühjahr begonnen.

Lob von Schwarz und Maier für das Projekt

Errichtet wird ein eingeschoßiger Bau, auf dessen Dach ein Glashaus und eine Terrasse inklusive bemooster Grünfassade entstehen werden. Das Haus wird über Therapieräume, eine Küche, in der die Klienten verpflegt werden, sowie einen Verkaufsraum verfügen, wie Baumeister Günther Werner anmerkte. Auf einem weiteren von Öhlknecht geschenkten Grundstück wird ein Garten angelegt, in dem die Klienten selbst Hand anlegen werden. Die Produkte können dann verkauft werden.

Als Träger fungiert der Verein „Gesellschaft für ganzheitliche Förderung“ (GFGF), der in Niederösterreich und Oberösterreich einige ähnliche Zentren betreut. Für Hedwig Zsivkovits von GFGF ist das Projekt in Horn dennoch einzigartig, denn: „Ich habe es noch nie erlebt, dass es von so vielen Seiten Unterstützung gibt wie hier“, sprach sie die gute Zusammenarbeit mit Gemeinde und Verein an.

Außerdem meinte Zsivkovits: „Wir arbeiten gern mit Menschen mit mehrfachen schweren Behinderungen. Sie brauchen Förderung und Bewegung, daher ist die gärtnerische Aktivität besonders positiv zu vermerken.“

Zu den voraussichtlichen Kosten von 1,2 Millionen Euro steuert das Land Niederösterreich rund 300.000 Euro bei. Daniel möchte, dass bei der Auftragsvergabe auch heimische Firmen zum Zug kommen, denn: „Sie unterstützen den Verein, daher sollten sie auch jetzt berücksichtigt werden.“

Lob für alle Beteiligten kam auch von Landesrätin Barbara Schwarz: „Man spürt, dass das Projekt allen sehr am Herzen liegt.“ Lob gab es für den Verein „Ich bin Ich“ auch von Bürgermeister Jürgen Maier, der anerkennend meinte: „Eure Funktionäre haben ohnehin zu Hause alle Hände voll zu tun. Dass sie darüber hinaus noch so großen Einsatz für die Allgemeinheit leisten, ist großartig.“