Erstellt am 20. September 2015, 14:39

von APA/Red

11.000 Flüchtlinge kamen am Samstag nach Österreich. In Summe 11.000 Flüchtlinge sind am Samstag über die Grenzübergänge im Burgenland und der Steiermark nach Österreich gekommen, berichtete ein Sprecher des Innenministeriums der APA.

 |  NOEN, APA

Via Twitter dankte das Ministerium allen Beteiligten für die "herausragende Leistung" bei der Versorgung dieser Menschen. Auch am Sonntag hielt der Flüchtlingsstrom nach Österreich an. Am frühen Sonntagnachmittag befanden sich rund 7.000 Flüchtlinge im burgenländischen Nickelsdorf an der Grenze zu Ungarn. Erneut sollte ein Zug in Hegyeshalom in Ungarn mit bis zu 2.000 Personen ankommen, die in Folge wieder in Nickelsdorf zu erwarten sind, hieß es vonseiten der Einsatzkräfte vor Ort.

Flüchtlinge wurden laufend weitergebracht

Gleichzeitig wurden laufend Flüchtlinge weitergebracht, wohin genau, war aber nicht immer klar. Um 11:00 Uhr ging ein Sonderzug in Richtung Wien mit 450 Personen. Auch viele Busse gingen aus Nickelsdorf weg. Außerdem nutzen mehrere Flüchtlinge Taxis für die Weiterfahrt, die in Nickelsdorf zahlreich zu sehen waren.

Trotz des großen Flüchtlingsandrangs war die Lage in Nickelsdorf am Sonntag ruhig. Die Wartenden wurden mit Verpflegung versorgt und stellten sich sehr diszipliniert in einer Schlange für die Weiterfahrt an.

Auch in Heiligenkreuz im Lafnitztal war die Lage am Sonntag entspannt. Dort befanden sich am frühem Sonntagnachmittag 200 Flüchtlinge.

Flüchtlinge in Erststation des Roten Kreuzes versorgt

Zwischen 100 bis 150 Flüchtlinge kamen am Sonntagvormittag über die Grenze in Spielfeld aus Slowenien nach Österreich. Etwa die Hälfte wurde in einer Erststation des Roten Kreuzes versorgt, die anderen setzen ihren Weg zu Fuß weiter fort, sagte der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Roland Antal, zur APA am Grenzübergang.

Ein Aufnahmezentrum, wo die Flüchtlinge für das Erste versorgt wurden, wurde auf einem Großparkplatz gleich an der Grenze in Spielfeld mit rund 30 Zelten aufgebaut. Prognosen darüber, wie viele Flüchtlinge am Sonntag noch aus Slowenien kommen könnten, konnten die Helfer zunächst keine geben. Auf der slowenischen Seite der Grenze waren zu Mittag keine Flüchtlinge mehr zu sehen. Ein Caritas-Team stand auch dort mit der notwendigsten Verpflegung bereit.

Im slowenischen Gronja Radgona (Oberradkersburg) sammelten sich indes am Sonntag wieder rund 300 Personen, um von Slowenien über die Grenze nach Österreich zu gelangen. Es wurde damit gerechnet, dass sie ebenso wie jene 350 am Tag davor ebenfalls in den nächsten Stunden die Grenze passieren dürften. In den steirischen Notquartieren ist jedenfalls wieder Platz, erklärte Rot-Kreuz-Sprecher August Bäck gegenüber der APA.

Die Situation war ähnlich wie am Samstag, wieder wurden die Menschen in der Messehalle gesammelt. "Sie könnten sich jederzeit auf den Weg machen", meinte Polizeisprecher Fritz Grundnig.