Update am 20. März 2017, 14:50

von Wolfgang Millendorfer

Knalleffekt: Rücktritte im Jagdverband. Überraschend legten Landesjägermeister Peter Prieler und sein Stellvertreter Peter Traupmann ihre Funktion zurück.

Landesjägermeister Peter Prieler und Stellvertreter Peter Traupmann  |  Millendorfer

Im Rahmen einer Pressekonferenz kündigten Landesjägermeister Peter Prieler und Stellvertreter Peter Traupmann am Montag überraschend an, nicht mehr länger für den Jagdverband zur Verfügung zu stehen. Als Grund wurde vor allem auch das neue Jagdgesetz genannt: Die Gesetzesänderung hatte kürzlich im Landtag auch für heftige Polit-Diskussionen gesorgt.

Prieler dazu: „Bestimmte Vorgänge haben den Ausschlag für meine Entscheidung gegeben. Ob es beispiellose Stilbrüche der Landesregierung waren oder ,Heckenschützen‘ aus den eigenen Reihen oder jene, die versucht haben, die Jagd zu politisieren, kann ich nicht genau sagen.“

Im Landesjagdverband sollen nun innerhalb eines Monats die Nachfolger im Zuge einer außerordentlichen Generalversammlung gewählt werden. Prieler und Traupmann wünschen sich, „dass das Zepter in jüngere, motiviertere und unverbrauchte Hände gegeben wird“.

Dunst "wenig überrascht"

In einer Reaktion auf den Rücktritt des Landesjägermeisters hat sich die zuständige Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) "wenig überrascht" gezeigt. Der Rückzug des Landesjägermeisters habe sich bereits in den letzten Wochen angekündigt, erklärte Dunst per Aussendung.

Prieler hatte die Landesrätin in seinem Statement scharf kritisiert. Diese Vorwürfe würden jeder Grundlage entbehren, meinte die Angesprochene nun. Hier werde versucht, "politisch nachzutreten, meinem Stil entspricht das jedenfalls nicht", stellte Dunst fest. Ihre Kritik wegen mangelnder Demokratie bei der Wahl des Vorstandes im Landesjagdverband bleibe aufrecht. Sie wünsche Prieler für die Zukunft alles Gute.