Erstellt am 22. Oktober 2015, 11:30

Algerier erstochen: Täter stellte sich. Ein per Haftbefehl gesuchter Mann, der in der Nacht auf den 11. September am Wiener Praterstern einen Algerier erstochen haben soll, hat sich am Mittwoch der Polizei gestellt.

 |  NOEN, APA (Archiv)

Der 39-Jährige erschien in Begleitung eines ebenfalls gesuchten Freundes im Landeskriminalamt Wien und wurde festgenommen. Der ursprünglich als Komplize geltende zweite Mann wurde auf freien Fuß gesetzt.

Die beiden Männer - gebürtige Serben - waren mit internationalem Haftbefehl gesucht worden, weil sie den 37-jährigen Algerier bei einer Auseinandersetzung am Praterstern bzw. in der Nordbahnstraße getötet und einen 35-Jährigen schwer verletzt haben sollen. Die beiden Opfer waren einer Frau zu Hilfe gekommen, die mit den Männern in Streit geraten war.

Die attackierten Männer und die Frau gehören laut Polizeisprecher Thomas Keiblinger dem Suchtgiftmilieu an. Die 29-Jährige dürfte die Serben mehrmals um Drogen gebeten haben. Der 39-Jährige habe sich belästigt gefühlt und die Frau weggestoßen. Daraufhin seien ihr der Algerier und sein Kompagnon zu Hilfe gekommen. Der 39-Jährige sagte aus, er sei von den Männern angegriffen worden und habe sich mit dem Messer verteidigt.

Die Beschuldigten waren nach der Tat nach Serbien geflüchtet. Die Polizei hatte ihre Identität bald festgestellt und die beiden mittels internationalem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Am Mittwoch kehrten sie nach Wien zurück und stellten sich der Polizei.

Das zweite Opfer, der 35-jährige Freund des am Praterstern getöteten Algeriers, der bei der Rauferei schwer verletzt wurde, befindet sich mittlerweile ebenfalls in Haft. Er wurde kürzlich wegen eines Drogendeliktes festgenommen.