Erstellt am 30. Juni 2016, 18:14

Polizeichefs stimmen sich zu Migration ab. Die Polizeichefs der Balkan-Staaten haben am Donnerstag bei einem Treffen in Wien eine Erklärung angenommen, in der "polizeiliche Maßnahmen für den weiteren Umgang mit unkontrollierter Migration" festgelegt werden.

 |  APA (Archiv)

Unter den neun Punkten findet sich der Ruf nach strengen Grenzkontrollen sowie nach Ergreifung "notwendiger Maßnahmen, um eine ähnliche Situation wie 2015 zu verhindern".

Bei Zurückweisungen bzw. Rückübernahmen von Migranten planen die Polizeichefs, künftig enger zu kooperieren. Bei der EU-Grenzschutzagentur Frontex und der Polizeibehörde Europol regen die Polizeichefs Unterstützung bei der Überwachung der Migrationssituation und beim Austausch von Informationen an.

"Wir können unkontrollierte Migration in Europa nur dann erfolgreich bekämpfen, wenn wir unsere polizeilichen Maßnahmen eng abstimmen", wurde der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, zitiert. Eine engem zwischenstaatliche Zusammenarbeit sei am Beginn des Jahres auch der Schlüssel gewesen, "um wieder die Kontrolle über die Situation entlang der Westbalkanroute zu erlangen". "Wir werden wachsam sein, sollte es zu Routenverlagerungen etwa über Bulgarien kommen", betonte Kogler.

An dem Treffen nahmen Polizeichefs aus Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn sowie Vertreter von Europol und Frontex teil.