Erstellt am 26. Juli 2016, 19:05

Patient tötete in Krankenhaus Arzt. Im Benjamin-Franklin-Krankenhaus in Berlin-Steglitz hat ein Patient auf einen Kieferorthopäden geschossen und ihn getötet. Das teilte die Berliner Polizei am Dienstag über Twitter mit.

 |  APA/dpa/ag.

Der Täter tötete sich danach offenbar selbst, wie es weiter hieß. Die Polizei ging nicht von einem extremistischen Hintergrund aus.

Bei dem Patienten handelt es sich um einen 72 Jahre alten Deutschen. Das Opfer war 55 Jahre alt und ebenfalls Deutscher. Der 72-jährige Mann war schon lange bei dem Kieferorthopäden in Behandlung.

Wie der Ärztliche Direktor Ulrich Frei am Dienstag in einer Pressekonferenz mitteilte, hatte der Mann am Montag vergeblich versucht, den Arzt in der Ambulanz zu treffen. Am Dienstag sei er erneut gekommen und habe sofort mehrere Schüsse auf den Mediziner abgegeben.

Der Arzt starb trotz einer Notoperation. Zum möglichen Motiv der Tat wollte sich die Klinikleitung mit Hinweis auf die ärztliche Schweigepflicht nicht genauer äußern. "Es war wohl weniger Rache als Verzweiflung", sagte Frei und verwies darauf, dass der getötete Kollege ein ausgewiesener Spezialist für Tumore im Mund-Rachen-Bereich gewesen sei.