Breitenbrunn

Erstellt am 13. Juli 2016, 06:15

von Sigrid Janisch

Notarzthubschrauber kam – Landeplatz belegt. Rettungshubschrauber konnte auf dem vorgesehenen Landeplatz wegen gelagertem Sand nicht landen.

Blockiert. Pflastersteine markieren in der Wiese den Landeplatz für den Rettungshubschrauber. Foto: Janisch  |  Janisch

Am Mittwoch vergangener Woche wurde der Notarzthubschrauber zu einem Notfall in die Arztpraxis von Breitenbrunns Gemeindearzt Dr. Josef Sparrer gerufen.

Allerdings: Der Hubschrauber konnte am offiziellen Landeplatz der Gemeinde, der rund 100 Meter von der Ordination entfernt liegt, nicht landen. In unmittelbarer Nähe der Landemarkierung lagern Sand- und Schotterhaufen. Die hohe Windentwicklung der Rotoren hätte zu einer erheblichen Staubentwicklung geführt.

„Verzögerung für den Notfallpatienten“

„Somit musste der Hubschrauber auf den Sportplatz ausweichen. Dies bedeutete eine Verzögerung für den Notfallpatienten. Ablagerungen dieser Art beim Landeplatz kommen oft vor und die Gemeinde wurde mehrmals darauf hingewiesen“, so ein First Responder des Roten Kreuzes. Dieser sagt weiter: „Der Landeplatz wurde wegen der Lage Breitenbrunns hier angelegt, um Übergaben aus dem Seewinkel und somit einen schnelleren Transport von Patienten zu ermöglichen.“

Auf die Versorgung des Patienten hatte der Landeplatzwechsel laut Gemeindearzt, keine Auswirkungen. „Allerdings ist es schon schade, dass der Landeplatz nicht genutzt werden kann“, so Sparrer.

Auf Anfrage erklärte Bürgermeister Josef Tröllinger (SPÖ): „Der Sand wurde dort zwischengelagert, da in der Bahn- und Kirchengasse die Kanalanschlüsse gemacht werden, wofür das Material gebraucht wird. Es wurde nicht daran gedacht, ansonsten wäre es vorne am Spitz des Platzes gelagert worden.“

Laut der ÖAMTC Flugrettung gibt es dadurch keine Probleme: „Prinzipiell kann der Hubschrauber überall landen, wobei versucht wird, möglichst nahe am Notfallort zu landen.“