Erstellt am 11. November 2015, 21:54

von APA/Red

Dritte Beamten-Gehaltsrunde mit Finanzminister gestartet. Die dritte Runde der Beamten-Gehaltsverhandlungen hat am Mittwochabend mit rund halbstündiger Verspätung begonnen.

Schelling und Steßl vor Beginn der Verhandlungen  |  NOEN, APA

Neben Staatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) sitzt erstmals auch Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) am Verhandlungstisch. Vor Beginn der Gespräche deutete Schelling an, dass die Regierung ein in Zahlen gegossenes Angebot vorlegen werde.

Es sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo man konkret werden müsse, meinte der Finanzminister. Ob auch schon eine Einigung möglich sei, sei schwer vorherzusagen. Seine Anwesenheit allein sei allerdings "noch kein Garant" dafür.

Steßl meinte, die Anwesenheit des Finanzministers sei kein Novum. Es sei ausgemacht, die Verhandlungen gemeinsam zu führen. Obwohl Schelling bei den ersten beiden Runden nicht anwesend war, sei man in ständigem Kontakt gewesen. Die Staatssekretärin erwartet "konstruktive Verhandlungen" und hofft, dass man eine Brücke zwischen der Erwartungshaltung der Beamten und den budgetären Rahmenbedingungen schlagen könne.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, erwartet ein Angebot der Regierung. Ob er auch eine konkrete Forderung stellen werde, hänge davon ab, ob das Angebot verhandelbar sei. Der GÖD-Vorsitzende geht jedenfalls davon aus, dass "tacheles geredet" werde, wenn "der oberste Säckelwart der Nation" anwesend ist.

Die Verzögerung des Verhandlungsbeginns, der zuvor schon um zwei Stunden nach hinten verlegt werden musste, ergab sich, weil Steßl die Dringliche Anfrage des Team Stronach im Nationalrat in Vertretung des in Malta weilenden Bundeskanzlers Werner Faymann beantworten musste.